20. März 2021 Seminar Zusammen lesen: Hannah Arendt

Online-Seminar (Zoom) für Einsteiger*innen

Information

Veranstaltungsort

ONLINE

Zeit

20.03.2021, 14:00 - 17:00 Uhr

Themenbereiche

Migration / Flucht, Gesellschaftstheorie, Kapitalismusanalyse, Partizipation / Bürgerrechte

Zugeordnete Dateien

Zusammen lesen: Hannah Arendt

Hannah Arendt (1906-1975) war eine politische Theoretikerin, deren Werk besonders durch Erfahrungen der nationalsozialistischen Herrschaft geprägt wurde, unter der sie als Jüdin verfolgt und zur Flucht getrieben wurde. Ihre Analysen dieser Herrschaftsform, seiner Ideologie und Akteure verbinden sich mit einem genauen Blick für die Verfolgten und Entrechteten und einem politischen Gegenentwurf radikaler Demokratie. Ihr Werk liefert deshalb heute neben Anknüpfungspunkten zur Analyse neonazistischen Denkens und der Rolle von Flüchtlingsbewegungen auch eine Kritik der verkümmerten Demokratie in modernen Arbeitsgesellschaften.

Arendt entwickelte ihr Denken in Auseinandersetzung mit der Geschichte der kapitalistischen Massen- und Arbeitsgesellschaft und ihrem Kippen in totalitäre Herrschaft. Ihre Kritik an dieser Geschichte schärfte sie durch radikaldemokratische Ansätze von der antiken Polis bis zur Rätedemokratie Rosa Luxemburgs. Damit formulierte sie eine normative Theorie von Öffentlichkeit, die politische Freiheit an keinen nationalen, sozialen oder ökonomischen Status bindet.

Im Workshop soll es darum gehen einige Kreuzungen von Arendts Lebenswegen und ihrem theoretischen Werk kennen zu lernen. Besonderes Augenmerk widmen wir beim Lesen einzelner Textabschnitte der wiederkehrenden Figur des*der Paria, d.h. der*des von der politischen Gemeinschaft Ausgestoßenen. Sie taucht auf in Arendts Auseinandersetzung mit den „Staatenlosen“ nach Ende des zweiten Weltkrieges, in Fragen der humanitären Solidarisierung mit ihnen „in finsteren Zeiten“ aber auch in Fragen der Organisierung der sozialistischen Bewegung.

Die Reihe „Zusammen lesen“ wendet sich bewusst an Menschen, die sich noch nicht oder nur wenig mit Hannah Ahrendt beschäftigt haben und gerne die Originaltexte kennenlernen möchten. Es sind keine Vorkenntnisse erforderlich und der Text muss auch nicht vor der Veranstaltung vorbereitet werden.

Die Workshopleitung hat Clemens Reichhold. Er ist Politikwissenschaftler und Redakteur. Seine Interessen liegen im Feld der politischen Theorie und Ideengeschichte, insbesondere der Theorie und Geschichte des Neoliberalismus, der politischen Romantik sowie von Migration und Bürger*innenschaft. Zur Zeit arbeitet er in einem Forschungsprojekt zum Verhältnis von Migrant*innenorganisationen und Gewerkschaften in den 1970er- und 80er Jahren.

Gefördert durch Mittel der Landeszentrale für Politische Bildung

 

> Die Gesprächsrunde findet im digitalen Raum statt. Die Zugangsdaten für die Veranstaltung verschicken wir am Tag der Veranstaltung an alle, die teilnehmen möchten, per E-Mail. Wir bitten deshalb um Anmeldung zur Veranstaltung bis Dienstag, den 18.März 15 Uhr über anmeldung@rls-hamburg.de. Bitte geben Sie auch ihren Wohnort an und lassen Sie uns wissen, ob Sie in den Newsletter der RLS Hamburg aufgenommen werden wollen. 
 
> Für die Teilnahme an der Veranstaltung wird ein Computer, Tablet oder Smartphone mit Internetanschluss und Lautsprecher benötigt. Fragen und Anmerkungen können auch über die Chat-Funktion eingebraucht werden und sind herzlich willkommen.
 
> Zur Durchführung nutzen wir das Programm ZOOM. Für die Verwendung der Software ZOOM übernimmt die Rosa Luxemburg Stiftung keine Haftung. Die geltenden Datenschutzrichtlinien können hier eingesehen werden.
 
> Die Veranstaltung ist bereits 10 Minuten vor Beginn geöffnet. Nutzt diese Zeit gerne, um euch entspannt einzuloggen und euch ein wenig mit dem Programm vertraut zu machen.
 
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Telefon: 040 28003705