12. Juni 2020 Diskussion/Vortrag Ausnahme&Zustand #8

Mit Bodo Ramelow und Anne Jung

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Zeit

12.06.2020, 16:00 - 17:30 Uhr

Themenbereiche

Globalisierung, Commons / Soziale Infrastruktur, Partizipation / Bürgerrechte, Parteien / Wahlanalysen, Wirtschafts- / Sozialpolitik, Online/Livestream, Gesundheit und Pflege

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Ausnahme&Zustand #8

Wie eine «Naturkatastrophe in Zeitlupe» bewegt sich das Corona-Virus um den Globus. Die dramatischen Auswirkungen auf das Leben und Überleben der Menschen ist weltweit greifbar, es wirkt sich auch auf die Demokratie, die Wirtschaft und das Zusammenleben immens aus. Sicher ist, dass die erwartete globale Rezession und der Abbau von demokratischen Rechten einen immensen Einfluss auf uns alle haben wird.

Welche Analysen und Perspektiven sind für die nächsten Jahre für die Linke bedeutsam? Wie wird die Krise die Bedingungen des Zusammenlebens verändern? Dies wollen wir in einem wöchentlichen interaktiven Format mit Gesprächspartner*innen aus Politik, Wissenschaft und sozialen Bewegungen besprechen. Und mit euch.

Ausnahme&Zustand #8:

  • Linkes Regieren in der Pandemie
    Vor einigen Wochen hagelte es bundesweit Kritik an der Ankündigung von Bodo Ramelow, die Corona-Maßnahmen deutlich zu lockern und auf freiwillige Grundlage zu stellen. Doch wie sehen die aktuellen Pläne in Thüringen aus? Was sind die Ziele einer linken Politik in der Corona-Krise? Unbestritten sind die gravierenden wirtschaftlichen Konsequenzen der Pandemie, wie wirkt sich das auf das links-regierte Thüringen aus und welchen Einfluss haben die am 9. Juni beschlossen Verordnungen? Welches Konzept verfolgt die Regierung aus LINKE, SPD und Grünen?  Wie positioniert sich die Landesregierung zum Konjunkturpaket der Bundesregierung?

    Bodo Ramelow, Ministerpräsident von Thüringen, DIE LINKE
  • Corona global - Die Krise der WHO und die Suche nach einem Corona-Impfstoff
    Die Coronaviruspandemie hat dem weltweiten Krisengeschehen die letzte Ummantelung geraubt und verschärft die zuvor bestehenden Ungleichheiten. Die Privatisierung von Gesundheitssystemen und die Austeritätspolitik verhindern den gleichen Zugang zu guter Gesundheitsversorgung, die unfairen Handelsbeziehungen führen dazu, dass die Wirtschaftskrise dem Ausbruch der Pandemie vorgelagert ist, weil Millionen prekäre Arbeiter*innen von einem Tag auf den anderen vor dem Aus stehen.
    Als wenn das nicht schon genug wäre, droht der Weltgesundheitsorganisation, die jenseits nationaler Interessen für alle Länder da sein müsste, die Zerreißprobe: Durch den Rückzug der USA aus der Weltgesundheitsorganisation (WHO) inmitten der Pandemie wird die Krise der WHO noch größer. Die Zahlungssäumigkeit vieler Staaten und der starke Einfluss privater Spender wie der Bill und Melinda Gates Stiftung bringt die Weltgesundheitsorganisation in eine prekäre Lage. Gleichzeitig droht steht mit der Suche nach einem Covid 19-Impfstoff eine globale Herausforderung an, bei der die Frage nach gerechter Verteilung im Wettlauf um die Entwicklung des Impfstoffs und das Ringen um Patente unterzugehen droht. Wir diskutieren mit Anne Jung von der Frankfurter Hilfs- und Menschenrechtsorganisation Medico International über die Bedeutung von Patentrechten und neoliberal geprägter Weltgesundheitspolitik.

    Anne Jung, Medico International

 

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Henning Obens

Referent für Digitale Kommunikation / Stellv. Leiter Pol. Kommunikation, Rosa-Luxemburg-Stiftung

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