3. November 2018 Workshop Wie die imperiale Lebensweise ein gutes Leben für alle verhindert

Workshop - Reihe Imperiale Lebensweise (4/5)

Information

Veranstaltungsort

wird nach Anmeldung mitgeteilt
2000 Hamburg

Zeit

03.11.2018, 11:00 - 16:00 Uhr

Themenbereiche

Arbeit / Gewerkschaften, Globalisierung, Gesellschaftstheorie, Kapitalismusanalyse, Sozialökologischer Umbau, Klimagerechtigkeit

Kosten

Normalpreis: 5,00 €

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Wie die imperiale Lebensweise ein gutes Leben für alle verhindert

Tagesworkshop - Anmeldung erforderlich.

Die kritische Analyse von bestehenden globalen Verhältnissen führt zu der Diagnose, dass unsere Lebensweise imperial ist und sozial-ökologische Krisen hervorruft. Wie weiter? Solidarisch?! In diesem Workshop möchten wir uns mit dem Konzept der imperialen Lebensweise auseinandersetzen und analog dazu das Konzept der solidarischen Lebensweise erarbeiten. Dazu gehört u.a. die Erarbeitung von Prinzipien, welche eine Lebensweise erfüllen muss, die nicht auf der Ausbeutung von Mensch und Natur beruht. Neben einer theoretischen Auseinandersetzung mit einem gerechteren globalen Zusammenleben möchten wir konkrete Praxisbeispiele im Hier und Jetzt anschauen: Welche gelebten Alternativen sind Alternativen im Sinne einer solidarischen Lebensweise? Daran anknüpfend möchten wir emanzipatorisch-politische Strategien für eine Transformation hin zu einer solidarischen Lebensweise diskutieren. Dabei wollen wir politisch-ökonomische sowie sozio-kulturelle Dimensionen des Transformationsprozesses in den Blick nehmen. Wie also kehren wir der imperialen Lebensweise den Rücken und gehen erste Schritte auf dem Weg zum guten Leben für alle weltweit?

Der Tagesworkshop wird von Aktiven des ILA-Kollektiv's angeboten.

Anmeldung bitte an anmeldung(at)rls-hamburg.de

Gefördert durch die Landeszentrale für politische Bildung Hamburg


Imperiale Lebensweise – ist dies ein griffiges Schlagwort, um die ungleichen Beziehungen zwischen den Staaten des globalen Südens und Nordens zu kennzeichnen?
Immerhin deutet es die Missverhältnisse zwischen Nord und Süd aus. Herrschafts- und Ausbeutungsverhältnisse, die Zerstörung der natürlichen und sozialen Lebensbedingungen sind die sichtbaren Resultate der imperialen Lebensweise. Eine imperiale Lebensweise speist sich aus verschiedenen Quellen, die Produktion, Reproduktion und Konsumtion umfassen. Die nötigen Ressourcen werden rücksichtslos aus dem globalen Süden extrahiert. Treiben kapitalistische Produktion und Konsumtion nach den Maßgaben westlicher Industriegesellschaften die Welt schneller, tiefer und unaufhaltsamer in die ökologische, wirtschaftliche und soziale Krise?
Sind die Fragestellungen so vielfältig, weil die imperiale Lebensweise unsere Leben im globalen Norden total umfasst? Welche Alternativen haben wir hier und jetzt? Welche Strategien existieren für die Zukunft? Wie kann die imperiale Lebensweise gebrochen und das Recht auf ein menschenwürdiges, ein gutes Leben für alle eingelöst werden?