15. Juli 2021 Tagung/Konferenz Progressive Industriepolitik für Arbeitsplätze und Klimaschutz

Just Transition für die Autoindustrie

Information

Veranstaltungsort

Online-Veranstaltung

Zeit

15.07.2021, 18:00 - 20:00 Uhr

Themenbereiche

Arbeit / Gewerkschaften, Soziale Bewegungen / Organisierung, Sozialökologischer Umbau, Klimagerechtigkeit, Spurwechsel

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Progressive Industriepolitik für Arbeitsplätze und Klimaschutz
FOTO: KĀRLIS DAMBRĀNS VIA FLICKR, CC BY 2.0

Die jüngsten pandemiebedingten Arbeitsplatzverluste in der Automobilindustrie und ihrer Zulieferindustrie weltweit haben gezeigt, dass die Zukunft der Automobilindustrie nachhaltig und klimaneutral sein muss. Im Hinblick auf den nächsten Klimagipfel COP26 und die Sustainable Development Goals (SDGs) ist klar, dass die Ankündigung von Klimaneutralität im Jahr 2050 nicht das einzige Signal von Klimaambitionen sein kann und sicherlich nicht ausreichen wird, um Gerechtigkeit und Überleben für die Schwächsten jetzt zu garantieren.

Es müssen Investitionen erfolgen, um den Verkehrssektor mit den Zielen des Pariser Abkommens kompatibel zu machen, das heißt, es sind massive Investitionen in den öffentlichen Verkehr und den Schienenverkehr notwendig. Dazu brauchen wir eine fortschrittliche Industriepolitik, die alternative Arbeitsplätze schafft und Teile der Autoindustrie umbaut.

Wir müssen klimafreundliche Lösungen auf die Agenda der Städte und Gemeinden setzen, damit die Menschen sehen, was ein «gerechter Übergang» im Verkehrssektor bedeutet, dass er ihr tägliches Leben spürbar verbessert. Wir brauchen einen neuen Gesellschaftsvertrag, um klimafreundliche Arbeitsplätze mit einem «gerechten Übergang» zu schaffen, der Rechte für alle Arbeitnehmer, einen universellen sozialen Schutz, Gleichberechtigung, die Diskriminierung beendet, und Inklusion gewährleistet, um sicherzustellen, dass niemand zurückgelassen wird. Denn alle Arbeitnehmer sind vom Klimawandel betroffen und wir brauchen einen «gerechten Übergang» für den Automobilsektor, ebenso wie im Energiesektor.

Während der öffentlichen Konferenz werden wir die folgenden Fragen diskutieren:

  • Wie muss ein gerechter Übergang für den Automobilsektor aussehen?
  • Wie kann sichergestellt werden, dass sich die Arbeitnehmer organisieren können, dass Tarifverhandlungen erlaubt sind, dass die Vereinigungsfreiheit gewährleistet ist?
  • Welche Art von Industriepolitik brauchen wir, um den öffentlichen Verkehr und den Schienenverkehr zu stärken?
  • Wie können wir die Solidarität unter den Arbeitnehmern in der Europäischen Union und weltweit stärken?
  • Wie können wir Teile der Automobilindustrie zu einer ökologischen Mobilitätsindustrie für den Schienenverkehr und den ÖPNV umbauen?
  • Wie können wir Allianzen zwischen den Gewerkschaften und der Klimabewegung aufbauen?
  • Wie können wir die gesellschaftliche Unterstützung für eine grundlegende Mobilitätswende hin zu Schienenverkehr und ÖPNV gewinnen?

Referent*innen:

  • Vertreter*in von IndustriALL (bestätigt)
  • Ulrike Eifler, DIE LINKE., Kandidatin für die Bundestagswahl; Sprecherin Arbeitskreis Unternehmen und Gewerkschaften (bestätigt)
  • Katharina Stierl, Students for Future (bestätigt)
  • Karoly Gyorgy, Internationaler Sekretär, Ungarischer Gewerkschaftsbund, Ungarn (bestätigt)
  • Moderation: Manuela Kropp, RLS Brüssel

Verdolmetschung: Englisch, Deutsch, Spanisch. Die Vorträge werden aufgezeichnet, die Diskussion wird nicht aufgezeichnet.

 

all information in english

Kontakt

Frau Manuela Kropp

Projektmanagerin, Rosa-Luxemburg-Stiftung Brüssel

Telefon: +32 2738 7661