14. Juni 2019 Tagung/Konferenz Digitale Revolution und Gesellschaft.

Was bringen die Roboter?

Information

Veranstaltungsort

TU Dresden, Hörsaalzentrum
Am Sonnabend: TU Dresden, Willersbau, Zellescher Weg 12-14, 01069 Dresden
Bergstr. 64
01069 Dresden

Zeit

14.06.2019, 19:00 - 15.06.2019, 16:30 Uhr

Themenbereiche

Gesellschaftstheorie, Wirtschafts- / Sozialpolitik, Digitalisierung und Demokratie

Kosten

Normalpreis: 10,00 €
Ermäßigter Preis: 5,00 € Wir setzen auf eine solidarische Selbsteinschätzung!

Zugeordnete Dateien

Digitale Revolution und Gesellschaft.
Geralt/pixabay.com (Freie kommerzielle Nutzung)

Mit MdB Dr. Petra Sitte (Mitautorin), Dr. Tino Heim (Soziologe), Rainer Fischbach (Softwareexperte, Autor), Christopher Wimmer (Sozialwissenschaftler und Journalist), Dr. Peggy Breitenstein (Institut für Philosophie der Uni Jena), Julia Schramm (Referentin Bundestagsfraktion Die LINKE), Erec Lützkendorf (Referat politische Bildung des Stura TU Dresden), Dr. Jürgen Leibiger (Wirtschaftswissenschaftler, RLS Sachsen)
Eine gemeinsame Veranstaltung des Referates für Politische Bildung des Studentenrats der TU Dresden und der RLS Sachsen

Die heutige Produktivkraftrevolution ist mit einem tiefgreifenden Wandel in allen Sphären der Produktion und Reproduktion und unserer Lebensweise verbunden: Roboter anstelle lebendiger und Algorithmen anstelle geistiger Arbeit, globale Wertschöpfungsketten und digitale Plattformen anstelle lokaler Produktion, Kommunikation mittels sozialer Medien, Konsument*innen als Datenlieferant*innen, gläserne Kund*innen statt Tante-Emma-Laden, Google, Facebook und Co. als Herrscher über Big Data. Was bedeutet das für unsere Leben und die Existenzweisen des Kapitalismus? Welche Anforderungen entstehen für Denken und Handeln über den Kapitalismus hinaus? Aus diesem Themenkomplex, mit dem inzwischen Denkfabriken in aller Welt beschäftigt sind, werden in diesem Kolloquium zentrale Fragestellungen herausgegriffen und diskutiert.

Programm
Freitag, 14. Juni 2019, 19.00 – 21.00 Uhr

#digitallinks. Eine andere digitale Agenda.
Eine Gruppe linker Autorinnen hat eine digitale Agenda vorgeschlagen. Anstelle eines blinden Technikoptimismus fordern sie eine Gestaltung der technologischen Revolution im Interesse der Mehrheit der Menschen. Im Zentrum solle eine Ökonomie des Gemeinsamen stehen, die nur im Verbund mit radikalen sozialen Veränderungen zu haben sei. Wie zukunftsfähig ist diese Agenda und welche Chancen für ihre Durchsetzung bestehen?
Diskussion mit MdB Dr. Petra Sitte (Mitautorin) und Dr. Tino Heim (Soziologe)

Sonnabend 15. Juni 2019, 10.00 – 16.30 Uhr
TU Dresden, Willersbau, Zellescher Weg 12-14, 01069 Dresden

10.00 Uhr
Begrüßung: Erec Lützkendorf (Referat politische Bildung des Stura TU Dresden)
10.05 Uhr
Einführung: Dr. Jürgen Leibiger (Wirtschaftswissenschaftler, RLS Sachsen)

10.15 – 10.35 Uhr
Impulsreferat 1:
Smarte digitale Welt? Utopie, Dystopie und Realität der digitalen Revolution
Die Digitalisierung gilt heute als derjenige technologische Trend, der mit tiefgreifenden Wandlungen in Wirtschaft und Gesellschaft einhergeht. Inwiefern handelt es sich um eine vierte industrielle Revolution? Was macht sie aus und welche Veränderungen werden in der Arbeit und in der Produktion, in den sozialen Verhältnissen und in der Lebensweise der Menschen bewirkt? Rainer Fischbach konfrontiert die utopischen und dystopischen Vorstellungen mit der Realität des digitalen Wandels.
Mit Rainer Fischbach (Softwareexperte, Autor)

10.35 – 10.55 Uhr
Impulsvortrag 2:
Automatische Subjekte oder Selbstbestimmung? Gefahren und Potentiale der Digitalisierung im Anschluss an Marx
Marx zufolge haben die technologischen Revolutionen, die er seinerzeit in Produktion, Transport, Kommunikation, Verwaltung beobachten konnte, tiefgreifenden Einfluss auf das Wissen und Können, auf Lebensführung und Selbstverständnis der Menschen. Die Dynamik des technologischen Wandels allerdings und auch seinen Einfluss auf Produktion, Verteilung, Konsum sieht er durch die kapitalistische Wirtschaftsweise selbst bestimmt: Sie ist abhängig von Eigentumsverhältnissen, Verwertungsinteressen, der Trennung von Kapital und Arbeit etc.
Im Zentrum dieses Vortrags steht die Frage, wie sich die Wechselwirkung zwischen digitalen Technologien, Kapitalismus, Mensch im Anschluss an Marx begreifen lässt. Welche der Begriffe, Unterscheidungen, Einsichten seiner „Kritik der politischen Ökonomie“ lassen sich als Werkzeuge benutzen, die uns helfen, uns über die Gefahren wie auch Potentiale der „digitalen Revolution“ aufzuklären?
Mit Dr. Peggy Breitenstein (Institut für Philosophie der Uni Jena)

11.00 – 11.45 Uhr
Workshops zu den Impulsreferaten 1 + 2

11.50 – 12.10 Uhr
Berichte zu den Workshops im Plenum

12.10 – 13:10 Uhr
Mittagspause

13.10 – 13.30 Uhr
Impulsreferat 3:
Digitalisierung zwischen Emanzipationsversprechen und neuen Herrschaftsformen
Bringen uns technologische Erneuerungen einer befreiten Gesellschaft näher, indem sie Vernetzung ermöglichen und unliebsame Arbeiten übernehmen können oder tun sich eher Gefahren auf: neue Formen der Überwachung und Kontrolle sieht man nicht nur bei Amazon. Der Vortrag mit anschließender Diskussion will sich genau mit diesem Spannungsverhältnis beschäftigen, Digitalisierung aber nicht als »unaufhaltsamem Naturprozess« verstehen, sondern ganz bewusst die politischen Möglichkeiten in den Blick nehmen und die Frage stellen, wie die Digitalisierung emanzipatorisch gestaltet werden kann.
Mit Christopher Wimmer (Sozialwissenschaftler und Journalist)

13.30 – 13.50 Uhr
Impulsreferat 4:
Beginnt die post-kapitalistische Gesellschaft im Netz? Digitaler Sozialismus als Utopie?
Welche Vorstellungen existieren im linken Spektrum über den Zusammenhang zwischen Digitalisierung und der Überwindung des Kapitalismus? Kommt der Sozialismus aus dem Netz oder aus dem Rechner? Beginnt er als Keimform bereits heute oder muss es zu einem revolutionären Bruch kommen? Wie wäre die heutige Digitalisierung zu gestalten, um in Richtung auf eine solidarische Gesellschaft voranzukommen?
Mit Julia Schramm (Referentin Bundestagsfraktion Die LINKE)
 
13.55 – 14.40 Uhr
Workshops zu den Impulsreferaten 3 + 4

14.40 – 15.15 Uhr:
Kaffeepause

15.15 – 15.25 Uhr
Berichte zu den Workshops im Plenum
 
15.30 – 16.30 Uhr: Podiumsdiskussion mit den Referent*innen

Bitte meldet euch aus organisatorischen Gründen unter dresden@rosalux-sachsen.de an.

Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

Standort

Kontakt

RLS Sachsen

Telefon: +49 351 80403 02