31. August 2020 Exkursion Stätten der Industriekultur

Auf Spurensuche in Berlin

Information

Veranstaltungsort

ver.di Mediengalerie
Treffpunkt vor dem Eingang (nähe U-Bahnhof «Platz der Luftbrücke»)
Dudenstraße 10
10965 Berlin

Zeit

31.08.2020, 14:00 - 17:30 Uhr

Themenbereiche

Deutsche / Europäische Geschichte, Erinnerungspolitik / Antifaschismus

Kosten

Normalpreis: 5,00 €

Zugeordnete Dateien

Stätten der Industriekultur

Haus der Buchdrucker mit Sabine Schöneburg:
Das Verbandshaus der Deutschen Buchdrucker wurde von 1924 bis 1926 errichtet. Es gilt als ein Markstein des Neuen Bauens und wurde von Max Taut und Franz Hoffman errichtet. Das Haus war die Publikationszentrale des Buchdruckerverbandes. Der «Korrespondent», die zentrale Zeitung des Verbandes erschien zweimal wöchentlich mit einer Auflage von 60.000. Die Druckwerkstätten beschäftigten rund 100 Personen. Sie verfügten über eine vorbildliche Lehrwerkstatt, und galten von den Räumlichkeiten und den sozialen Einrichtungen her als Musterbetrieb. Bis zur Beschlagnahmung durch die Nationalsozialisten, beschäftigte der Bildungsverband 36 Personen im Buchdruckerhaus. Seit Kriegsende ist das Haus wieder ununterbrochen in Gewerkschaftsbesitz, erst bei der IG Druck und Papier, seit 1989 bei der IG Medien und heute in ver.di.

Im Anschluss: Führung Flughafen Tempelhof
Bereits 1909 kreiste der LZ6 von Ferdinand Graf von Zeppelin über dem Tempelhofer Feld. Die ersten Flughafengebäude wurden 1923 errichtet. Ab 1936 wurde unter den Nationalsozialisten mit dem monumentalen Bau des neuen Flughafens begonnen, der allerdings nie fertiggestellt wurde. Am Rande des Flughafens entstand ein Barackenlager für Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter aus besetzen Ländern. Im April 1945 nahm die sowjetische Armee den Flughafen ein und übergab ihn im Juli an die US-Amerikaner. Die Luftbrücke 1948/49 hat den Flughafen weltberühmt gemacht, während der deutschen Teilung wurde er für viele Menschen zu einem Symbol für Hoffnung und Freiheit. Der zivile Luftverkehr begann 1951 und wurde im Oktober 2008 eingestellt. Der Flughafen Tempelhof soll zu einem Stadtquartier für Kunst, Kultur, Kreativwirtschaft und öffentliche Nutzungen werden. Die Führung «Mythos Tempelhof» gibt einen Einblick in die bewegte Geschichte und ermöglicht den Zutritt zu zahlreichen interessanten Orten.

Hinweis: Auf Grund der aktuellen Hygiene-Vorschriften / Corona-Bestimmungen muss während der Führung ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden.

Die Veranstaltung ist ausgebucht! Die Teilnahmegebühr beträgt 5 Euro.

Standort

Kontakt

Michaela Klingberg

Kulturforum, Rosa-Luxemburg-Stiftung

Telefon: +49 30 44310160