7. Juni 2024 Diskussion/Vortrag Ist eine Alternative möglich?

Von der Gewalt an den Grenzen zu einer neuen Vorstellung der EU-Migrationspolitik

Information

Veranstaltungsort

Scheune, Blechschloss
Alaunstrasse 36-40
01099 Dresden

Zeit

07.06.2024, 16:30 - 20:00 Uhr

Themenbereiche

Migration / Flucht

Zugeordnete Dateien

Um 16:30 Uhr Führung durch die Ausstellung «Gefährliche Grenzen» |  Kunstverein Dresden | Neustädter Markt 8, 01097 Dresden

Ab 18 Uhr Podiumsdiskussion in der Scheune, Blechschloss (Achtung, geänderter Ort!):

Am 24. Juni 2022 wurden mindestens 27 afrikanische Menschen durch marokkanische Grenzpolizisten und spanische Sicherheitskräfte getötet, bei dem Versuch, die Grenze zwischen Marokko und der spanischen Enklave Melilla zu überqueren. Ereignisse wie dieses sind keine Ausnahme, obwohl das Massaker von Nador und Melilla eines der schlimmsten ist. Es ist Teil dessen, was oft als «Festung Europa» bezeichnet wird: eine Europäische Union, die vergeblich versucht, sich gegen Migranten auf dem Weg in eine bessere Zukunft abzuschotten. Die Migrationspolitik der EU, die kürzlich durch eine «Reform» des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS) noch einmal verschärft wurde, macht den Weg in die EU noch gefährlicher und tödlicher, was Migranten jedoch nicht von dem Versuch der Einreise abhält.

Die marokkanisch-spanische Grenze war jedoch nicht immer eine befestigte Hochsicherheitsbarriere; im Gegenteil, viele Jahre lang waren regelmäßige Grenzübertritte legal möglich. Wie könnte die Erinnerung an diese Zeiten helfen, sich eine andere Migrationspolitik vorzustellen? Wie könnte eine alternative Migrationspolitik in der heutigen Welt aussehen? Welche Bilder werden uns vorgesetzt und welche alternativen Visionen wären stattdessen hilfreich? Welche konkreten Schritte wären notwendig, um dorthin zu gelangen? Diese Aspekte und weitere Fragen werden in der Diskussion angesprochen.

Mit:

  • Charles Heller, Border Forensics
  • Sofian Naceur, Rosa-Luxemburg-Stiftung Nordafrika
  • N.N., Migrations Aktivistin aus Sachsen (tbc)
  • Tanja-Bianca Schmidt, TU Dresden – Kuratorin der Ausstellung
  • Moderation: Hildegard Kiel, RLS Berlin

Die Diskussion wird in Deutsch und Englisch simultan übersetzt.

In Kooperation mit Border Forensics, Rosa-Luxemburg-Stiftung, Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen und Kunstverein Dresden

Standort

Kontakt

Hildegard Kiel

Projektmanagerin Nord- und Ostafrika, Rosa-Luxemburg-Stiftung

Telefon: +49 30 44310 461