28. September 2017 Diskussion/Vortrag Europas «neue» Grenzen

EU-Migrationspolitik, Grenzprofiteure und Widerstand

Information

Veranstaltungsort

Offene Arbeit, Hinterhaus
Allerheiligen Str. 9
99084 Erfurt

Zeit

28.09.2017, 20:00 - 22:00 Uhr

Themenbereiche

Europa / EU

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Mit  Jaqueline Andres, Informationsstelle Militarisierung e.V. in Tübingen (IMI)

Die EU treibt seit Jahrzehnten Vergrenzungsprozesse entlang ihrer vorverlagerten, äußeren und inneren Grenzen voran. Im Jahr 2015 stieg die Anzahl von Grenzkontrollen und Grenzanlagen in der EU sprunghaft an, die starke Präsenz von Sicherheitskräften prägen ganze Transitregionen, bspw. rund um Calais oder Ventimiglia, wodurch die Migrant*innen selbst innerhalb der EU zu immer riskanteren Grenzübertritten gezwungen werden. Mittlerweile patrouillieren die EU und die NATO mit drei Militärmissionen das Mittelmeer - offiziell im Kampf gegen Schleusernetzwerke. Die Grenzvorverlagerung der EU weitet sich jährlich auf entfernter gelegene Staaten wie Niger oder Eritrea aus und droht zunehmend das Recht auf Ausreise zahlreicher Menschen zu verletzen. Die Militarisierung und Technologisierung des europäischen Grenzregimes schafft eine milliardenschwere Marktbranche der europäischen Sicherheitsindustrie, deren Profiteure in ganz Europa zu finden sind - auch in Thüringen.

Jacqueline Andres ist Beirätin der IMI. Sie beschäftigt sich u.a. mit Stützpunkten im Mittelmeer und der Militarisierung der EU-Migrationspolitik.

Gemeinsam mit der Offenen Arbeit Erfurt

Standort