6. November 2019 Diskussion/Vortrag Ostdeutsche «Identitätspolitik»?

Linke Perspektiven auf 89/90 und danach

Information

Veranstaltungsort

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Markgrafendamm 24c
10245 Berlin

Zeit

06.11.2019, 19:30 - 21:30 Uhr

Themenbereiche

Deutsche / Europäische Geschichte, 30 Jahre 89/90

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30 Jahre ist der Herbst 89 nun her. Die Folgen und Erfahrungen von 89/90 waren im Osten und Westen sehr unterschiedlich, diese unterschiedlichen Perspektiven sind auch heute noch spürbar. Wir werfen einen Blick auf die Alltagserfahrungen und die Utopien damaliger Kinder und Jugendlicher aus dem Osten: Gibt es eine spezifisch ostdeutsche Erfahrung dieser Generation, die auch für heutige linke Kontexte und Kämpfe relevant sein könnte?

Kinder und Jugendliche im Osten schlitterten hinein in einen umfassenden gesellschaftlichen Umbruch und erlebten Gesellschaft und politische Systeme damit als veränderbar. Erklärungen für diese Veränderungen gab es kaum, weil erwachsene Bezugspersonen es selbst nicht wussten. Es war die Zeit von DT64, dem Radiosender, der die Jugendlichen im Osten verband, es war eine Zeit von Chaos, von Selbstverwaltung und Sich-selbst-überlassen-sein, des Fortkommens und Zurückbleibens, der entstehenden Technoszene und der Erschließung neuer (Kultur-)Räume. Es war aber auch die Zeit, in der rassistische und neonazistische Angriffe linke Positionierungen sowie eine antirassistische und antifaschistische Organisierung notwendig machten.

Wir wollen linken Stimmen aus Ost und West Raum geben für persönliche Perspektiven auf den Herbst 89, auf den Um- und Aufbruch, auf den Auf- und Abbau, auf die neunziger Jahre. Kommt vorbei und teilt eure Geschichten mit uns.

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Kontakt

Lisa Albrecht

Referentin im Büro der Geschäftsführung, Rosa-Luxemburg-Stiftung

Telefon: +49 30 44310 125