6. April 2019 Bildungsreise Blicke über sichtbare und unsichtbare Zäune und Grenzen

Bildungsreise nach Tel Aviv und Ramallah, vom 06. bis 12. April (7 Programmtage)

Information

Veranstaltungsort

Tel Aviv/Ramallah
Rothschild Boulevard 11
6688114 Tel Aviv/Ramallah

Zeit

06.04.2019, 10:00 - 12.04.2019, 20:00 Uhr

Themenbereiche

Krieg / Frieden, Palästina / Israel, Naher Osten

Kosten

Einzelzimmerzuschlag: 250,00 €
Normalpreis: 850,00 €

Zugeordnete Dateien

Blicke über sichtbare und unsichtbare Zäune und Grenzen
Grenzmauer zu Israel, von der Westbank (Bethlehem) aus. CC BY 3.0, Rosa-Luxemburg-Stiftung

Der Sechstagekrieg im Juni 1967 und die damit beginnende Besatzung des Westjordanlandes und des Gaza-Streifens sind der Ausgangspunkt eines anhaltenden, weit über Israel und Palästina hinauswirkenden  Konfliktes. In den Oslo-Verträgen werden den Palästinensern in der Westbank kleine Inseln der Selbstverwaltung zugestanden, bislang jedoch ohne reale Perspektive auf eigene staatliche Legitimität. Die ursprünglich provisorische Besetzung Palästinas durch Israel ist heute vielmehr der Status Quo. Dabei sind es nicht nur die im Sechstagekrieg geschaffenen physischen Grenzen, die fortbestehen. Das Leben unter und mit der Besatzung produziert soziale wie kulturelle Spaltungen, die für die Bevölkerungen von  Israel und Palästina über viele Jahre zur Lebensrealität geworden sind und sich im Alltag der Menschen vielfach widerspiegeln. Spaltungen, die auch innerhalb der jeweiligen Gesellschaften wirken und diverse Trennungslinien und Hierarchien produzieren.

Auf der siebentägigen Bildungsreise nach Israel und in das Westjordanland wollen wir einige dieser sichtbaren wie unsichtbaren Zäune und Grenzen kennenlernen: auf palästinensischer Seite das Leben unter israelischer Besatzung, die territoriale Spaltung (Gaza versus Westbank), die innergesellschaftlichen Gräben etwa zwischen Fatah und Hamas oder die Lebenssituation palästinensischer Flüchtlinge; in Israel die Konflikte zwischen Religiösen und Säkularen, Juden und Arabern, die kontrovers geführte Debatte um die Shoah-Rezeption, die Auseinandersetzungen um das Aufenthaltsrecht von Geflüchteten ebenso wie das fortschreitende Auseinanderklaffen der Einkommen und der sozialen Lebensbedingungen. Bei Begegnungen und Gesprächen mit zivilgesellschaftlichen Initiativen vor Ort, Parteien und Gewerkschaften sowie bei themenorientierten Exkursionen in den Regionen soll ein Einblick in die widersprüchliche und komplexe Realität in Israel und Palästina vermittelt werden. Neben Aufenthalten in Tel Aviv und Ramallah sind Exkursionen u.a. nach Jerusalem, Hebron und in ein palästinensisches Flüchtlingslager vorgesehen.


Veranstalter: Rosa-Luxemburg-Stiftung Baden-Württemberg, in Kooperation mit den Auslandsbüros der Rosa Luxemburg Stiftung in Israel (Tel Aviv) und Palästina (Ramallah).


Der Teilnahmebeitrag von 850 Euro beinhaltet die Hotelunterkunft für 8 Übernachtungen im Doppelzimmer incl. Frühstück (Einzelzimmerzuschlag 250 €), Reiseprogramm und die vor Ort anfallenden Bus-Transfers, Eintrittsgelder und Übersetzungen.


Die An- und Abreise zum/vom Veranstaltungsort (Tel Aviv) ist selbst zu organisieren. Termine: Anreise 05.04. (Freitag) bis Abreise 13.04.2018 (Samstag), Seminarprogramm von Samstag bis Freitag (06.04. bis 12.04.2019).


Hotelunterkunft: Tel Aviv, vom 05.- 08.04 und 12.- 13.04 2019 (Hotel 75) / Ramallah, vom 08. bis 12.04.2019 (Royal Court Hotel). 
Rechtzeitig vor Reiseantritt erhalten alle Teilnehmenden wichtige Hinweise zur An- und Einreise sowie die Einladung zu einem gemeinsamen Vorbereitungstreffen. Dort besteht die Möglichkeit, Absprachen zur gemeinsamen Anreise zu treffen.


Anmeldung: Bis zum 31. Dezember 2018 werden Anmeldungen ausschließlich aus Baden-Württemberg berücksichtigt. Ab dem 01. Januar erfolgt eine bundesweite Öffnung, d.h. freie Plätze werden dann an Teilnehmende aus anderen Bundesländern vergeben.

Bildungsurlaub/Bildungsfreistellung: Die Reise kann in Baden-Württemberg leider nicht als gesetzlicher Bildungsurlaub/Bildungsfreistellung anerkannt werden. Für Teilnehmende aus anderen Bundesländern kann bei Bedarf die Anerkennung der Reise als Bildungsurlaub/Bildungsfreistellung beantragt werden.  


Anmeldeformular und Teilnahmebedingungen als pdf-download.

Standort

Kontakt

Alexander Schlager

Regionalbüroleiter Baden-Württemberg, Rosa-Luxemburg-Stiftung Baden-Württemberg

Telefon: (0711) 99797090