27. September 2021 Ausstellung/Kultur Worüber (nicht) zu reden ist: Alternative Sondierungsgespräche

Reihe «Zirkus vor der Volksbühne»

Information

Veranstaltungsort

Volksbühne
Rosa-Luxemburg-Platz
10178 Berlin

Zeit

27.09.2021, 16:00 - 18:00 Uhr

Themenbereiche

Kunst / Performance

Zugeordnete Dateien

Die kommende Wahl ist eine Wundertüte – aber welche Farbspiele am Ende auch gespielt werden (R2G, Schwarz-Grün oder Kiwi-, Ampel-, Schwampel-, Jamaika-, Kenia-, R2G2 / Senegal-, Simbabwe-, Bahamas- oder «Deutschlandkoalition»), wir beteiligen uns nicht an den Spekulationen über mögliche Koalitionen, sondern reden über das, worüber zu reden wäre: über die Bedrohung des Lebens durch Rassismus, Hass auf Frauen und die drohende Klimakatastrophe. Eine (Liebes)Erklärung an das Leben – wie sie die Zapatistas Anfang des Jahres verfasst haben, kurz bevor sie ihr Schiff betraten, um eine Reise durch die fünf Kontinente anzutreten: «Im Angesicht der Zerstörung des Planeten, ein Berg, der durch die schmalen Stunden des Morgens segelt». (A Mountain on the High Seas)

URL deutsch: https://www.volksbuehne.berlin/#/de/veranstaltungen/worueber-nicht-zu-reden-ist-alternative-sondierungsgespraeche
URL englisch: https://www.volksbuehne.berlin/#/en/events/worueber-nicht-zu-reden-ist-alternative-sondierungsgespraeche


Reihe «Zirkus vor der Volksbühne»

«Wir sind alle Intendant:innen.» So René Pollesch zur Eröffnung der Spielzeit an derVolksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin, deren Intendant er nun ist. Zusätzlich zu Theatersaal und Rotem Salon gibt es ein Zirkuszelt draussen am Platz. Einige der dort stattfindenden Veranstaltungen werden von der Rosa-Luxemburg-Stiftung unterstützt.

Die Idee folgt dem Willen, diesen Platz, der zu Beginn des Lockdowns Schauplatz der ersten Querdenker-Demos war (sog. «Hygiene-Demos») zurückzuerobern und mit progressiven politischen Inhalten neu zu besetzen. Zudem bekommt die Volksbühne mit Beginn dieser Spielzeit ihren alten Namen zurück: «Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz», mit dem sich das Team von René Pollesch eng verbunden fühlt. So hat Pollesch kürzlich in einem offenen Brief an die griechische Regierung seine Unterstützung für das besetzte EMBROS Theater in Athen ausgedrückt. Gemeinsam mit dem britischen Autor Paul Mason wird die griechische Theaterwissenschaftlerin Natascha Siouzouli im Zelt über das «Ereignis Embros» sprechen und einen Begriff von «ethischer Militanz» entwickeln.

Die Begegnungen vor und im Zelt geben die Möglichkeit, dass sich viele verschiedenen Menschen verbinden – ob Anwohner*innen, die sich gegen die Vereinnahmung durch sog. Querdenker*innen gewehrt haben, über Initiativen wie Extinction Rebellion und Fridays For Future oder Klein(st)parteien, die im Geiste von Christoph Schlingensiefs Partei CHANCE 2000 agieren ("Wähle Dich selbst!"). Ein roter Faden ist der Kampf gegen die Bedrohung durch das Leben durch Rassismus, Hass auf Frauen und die drohende Klimakatastrophe. Um eine positive Perspektive zu entwickeln, haben sich u.a. die jungen Leute von P14 mit dem neuen Buch von Katja Kipping und Johanna Bussemer beschäftigt: GREEN NEW DEAL. Das Programm endet am 3. Oktober zukunftsweisend mit der Gründung eines Staates ohne Territorium – das Rroma Staats-Tha-Aether wird im Grünen Salon eröffnet von den ehemaligen Leitern des Neuköllner Rroma Aether Klubs Slaviša und ihrem Bruder Nebojša Marković (zusammen mit der Dramaturgin Rebecca D. Surber).

Standort

Kontakt

Dorit Riethmüller

Referentin / Projektmanagerin Südosteuropa, Rosa-Luxemburg-Stiftung

Telefon: +49 30 44310414