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31. August 2019: Film : Der Fall Gleiwitz

Zum 80. Jahrestag des Überfalls auf Polen und 110. Geburtstages von Kurt Schwaen

Wichtige Fakten

Veranstaltungsort

Rosa-Luxemburg-Stiftung
Salon
Franz-Mehring-Platz 1
10243 Berlin

Zeit
31.08.2019, 18:00 - 20:00 Uhr
Themenbereiche
Erinnerungspolitik / Antifaschismus
Zugeordnete Dateien

Beschreibung

Kurzvortrag von Dr. Ines Schwaen, Leiterin des Kurt Schwaen Archivs, über den bekannten Komponisten Kurt Schwaen, von dem u.a. die Filmmusik zum Defa-Film «Der Fall Gleiwitz» stammt.
Anschließend Vorführung des Films «Der Fall Gleiwitz».

Am 31. August 1939 überfiel die SS den Radiosender Gleiwitz – ein Mittel der nationalsozialistischen Propagandamaschine. Als polnische Streitkräfte getarnt setzten die SS-Einheiten eine inszenierte Meldung ab - der Sender Gleiwitz befinde sich nun in polnischer Hand.

Daraufhin überfallen am 1. September deutsche Truppen Polen. Als Rechtfertigung nutzen sie die angebliche Aktion «polnischer Aufständischer» gegen den Radiosender – Polen habe angegriffen, nun folge der Gegenangriff. Die NS-Propaganda arbeitet und verbreitet im gesamten Reich die Meldung des angeblichen Angriffs Polens. Es ist der Beginn des zweiten Weltkrieges, von Vernichtung, Massenmorden, einer europaweiten Verfolgung und Terror.

Wir erinnern an den Überfall auf Polen und den 110. Geburtstag von Kurt Schwaen und zeigen im Anschluss den Film, für den er die Filmmusik komponierte, «Der Fall Gleiwitz». Minutiös zeigt der DEFA-Film die Aussagen des ehemaligen SS-Hauptsturmführers Alfred Naujocks, der für die Durchführung der Propagandaaktion Gleiwitz zuständig war. Der Film von 1961 basiert auf den Vernehmungsunterlagen britischer Behörden sowie Protokollen seiner Aussagen in den Nürnberger Prozessen.

Artikel von Jürgen Runzheimer «Der Überfall auf den Sender Gleiwitz im Jahre 1939». In: Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte, 10. Jahrg., 4. H. (Oct., 1962), pp. 408-426.

Eine gemeinsame Informations-und Gedenkveranstaltung der Rosa-Luxemburg-Stiftung mit der «Deutsch-Polnischen Gesellschaft der BRD e.V». und der «Berliner Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten» anlässlich des 80. Jahrestages des Überfalls auf Polen.

Standort

Kontakt

Anika Taschke

Stellv. Bereichsleiterin Zentrum Gesellschaftsanalyse und politische Bildung / Referentin Neonazismus, Rosa-Luxemburg-Stiftung

Telefon: +49 3044 310 151

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