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Dokumentation : „Ausências – Abwesenheiten“

Fotografien von Gustavo Germano und den Familienangehörigen der während der Militärdiktatur in Brasilien Verschwundenen. Vernissage mit dem Autor am 31.3.

Wichtige Fakten

Datum
31.03.2014 - 17.04.2014
Veranstalter
Stefan Thimmel,
Mit
Gustavo Germano, Argentinien, Dagmar Enkelmann und Luiz Ramalho
Themenbereiche
Geschichte, Kultur / Medien, Kommunikation / Öffentlichkeit

Details

Die Bilder des argentinischen Fotografen Gustavo Germano und die der Familienangehörigen der Verschwundenen legen die Folgen der Militärdiktaturen schonungslos offen. Gustavo Germano hat dieses Projekt in Brasilien im vergangenen Jahr mit Unterstützung des Menschenrechtssekretariats realisiert, nachdem er zuvor das gleiche Projekt in Argentinien durchgeführt hatte.

Germano dokumentiert die Geschichten der Opfer der brasilianischen Militärdiktatur (1964-1985) dadurch, dass er Fotos aus den Familienalben 30, 40 Jahre später mit den Hinterbliebenen nachstellt. Die Bilder werden durch die Lebensgeschichten der Verschwundenen und ihrer Familienangehörigen (in der Übersetzung aus dem Portugiesischen von Sarita Brandt und Ursula Kindel) hervorragend ergänzt.

In der Gegenüberstellung der alten und neuen Fotografien setzt Germano so die Abwesenheit der politischen Verschwundenen und von der Diktatur Ermordeten einfühlsam in Szene. Es ist diese Leere des unbesetzten Stuhls am Familientisch, die nicht vieler Worte der Erklärung bedarf. Selten sprechen Fotografien bereits beim ersten Anblick so für sich.

Die Ausstellung wurde am 31.3. eröffnet mit Statements von: Dr. Dagmar Enkelmann, Vorstandsvorsitzende der Rosa-Luxemburg-Stiftung und Dr. Luiz Ramalho, Vertreter der Initiative „Nunca Mais - Nie Wieder“.
und Gustavo Germano. Sie war bis zum 17. März im Foyer der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Berlin zu sehen.

Fotos im Flickr-Stream

Mit Gustavo Germano sprach Martin Ling von der Tageszeitung „neues deutschland“:
„Permanente Anwesenheit der Abwesenheit“
Der argentinische Fotograf Gustavo Germano setzt Opfern der südamerikanischen Diktaturen ein Denkmal (nd, 5.4.2014)


Die Ausstellung war Teil der „Nunca Mais“ Brasilientage im März und April. Die Initiative aus NGO, Stiftungen und Einzelpersonen will die deutsch-brasilianischen Beziehungen zur Zeit der Militärdiktatur thematisieren.

Lesen Sie mehr dazu im Programmheft der Reihe.

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