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Dokumentation : Staatsverschuldung als Kategorie der Kritik der politischen Ökonomie

Begleitseminar zu den RLS-Kapitallesekursen

Wichtige Fakten

Datum
30.09.2014
Veranstalter
Antonella Muzzupappa,
Mit
Ingo Stützle
Themenbereiche
Kapitalismusanalyse, Gesellschaftstheorie, Gesellschaftliche Alternativen

Details

Mit Ingo Stützle.

Obwohl sich Marx bekanntlich viel mit dem Thema Staatsfinanzen beschäftigt hat, ist dieser Aspekt in der Marx-Forschung bisher eher vernachlässigt worden. Während Steuern werttheoretische Beachtung fanden, wurden öffentliche Schulden bislang kaum als spezifische Kategorie der politischen Ökonomie diskutiert. Das liegt wohl auch daran, dass der Staat, Steuern und öffentliche Verschuldung zwar in Marx’ Plänen zu einer Kritik der politischen Ökonomie auftauchen, er aber bekanntlich nicht einmal den zweiten Band des Kapital abschließen konnte.
Mit der gegenwärtigen Debatte über Staatsverschuldung und Steueroasen gerät meist die vorherrschende Form der kapitalistischen Reichtumsproduktion aus dem Blick sowie die Bedeutung der öffentlichen Finanzen in diesem System. Warum etwa nimmt das „ökonomische Dasein“ des Staates (Marx) die Form des Steuerstaates an? Der Vortrag soll diese und ähnliche Fragen beantworten und zeigen, dass der öffentliche Kredit eine besondere ökonomische Form ist und somit weder von seiner gesellschaftlichen Form, noch von seiner Art der Finanzierung als ein überhistorisches Phänomen zu begreifen ist.

Satellitenseminare – was ist das?

Seit 2006 finden in der Rosa-Luxemburg-Stiftung Kapital-Kurse statt. In wöchentlichen Treffen wird das Hauptwerk „Das Kapital“ von Karl Marx  gemeinsam diskutiert. TeamerInnen strukturieren die Sitzungen, die Teilnehmenden stellen die gelesenen Textabschnitte kurz vor. Externe TeamerInnen laden wir zu Wiederholungssitzungen ein (Michael Heinrich) oder zum Thema Leben und Werk Karl Marx’ (Rolf Hecker). Um die Kapital-Lektüre herum kreisen übers Jahr verteilt verschiedene „Satellitenseminare“. Hier werden ausgewählte Probleme und Fragen zum Kapital und darüber hinaus vertieft: Warum ist der Fetischcharakter Marx so wichtig? Was ist daran besonders? Ist die marxsche Geldtheorie noch aktuell? Warum bringt jede Welle erneuter Marx-Lektüre seine eigene Einführungsliteratur hervor? War Marx auf dem feministischen Auge blind?

Mehr Informationen unter: http://www.das-kapital-lesen.de.

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