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Dokumentation : „Ach! Die soziale Frage! Die macht alle Regierungen schaudern“ (Bismarck)

Die wachsende Kluft zwischen Arm und Reich und Proteste dagegen: 1871 – 1990 – 2020

Wichtige Fakten

Datum
28.01.2021
Mit
Prof. Michael Brie, Prof. Naika Foroutan, Christian Baron, Jana Simon
Themenbereiche
Deutsche / Europäische Geschichte, Soziale Bewegungen / Organisierung, Wirtschafts- / Sozialpolitik, Gesellschaftstheorie, 30 Jahre 89/90, Migration und Metropolen, Wohnen

Details

„Ach! Die soziale Frage! Die macht alle Regierungen schaudern“ (Bismarck)

Details: „Ach! Die soziale Frage! Die macht alle Regierungen schaudern“ (Bismarck)

Die wachsende Kluft zwischen Arm und Reich und Proteste dagegen: 1871 – 1990 – 2020

Seit Jahrzehnten wächst die soziale Spaltung, in der Folge zerfällt der soziale Zusammenhalt der Gesellschaft immer weiter. Ein ähnlicher Prozess hatte auch die Gesellschaft des deutschen Kaiserreichs nach der Reichsgründung 1871 erfasst. Wo kapitalistische Kontinuitäten liegen und wo demokratische Unterschiede, wollen wir auf dieser Abendveranstaltung diskutieren.

Wie sich die Probleme ähneln, erläutert der Philosoph Michael Brie: Die ersten Proteste nach der ersten deutschen Einheit, die ernst genommen wurden, waren damals jene von Berliner Mieterinnen und Mietern beim Aufstieg der deutschen Hauptstadt zur Metropole. Erneut betritt heute die soziale Frage als Wohnungsfrage die Bühne. Aus dem englischen Exil kommentierte Friedrich Engels bereits 1872: „Diese Wohnungsnot macht nur so viel von sich reden, weil sie sich nicht auf die Arbeiterklasse beschränkt, sondern auch das Kleinbürgertum mit betroffen hat.“

Wie sich die Verhältnisse gravierend unterscheiden, weiß die Migrationsforscherin Naika Foroutan, da ein Patchwork von Minderheiten Deutschland prägt. Eine „Gesellschaft der Anderen“, so der Titel ihres neuen Buchs, sei entstanden, in der migrantische und ostdeutsche Perspektiven von der westlichen Dominanzgesellschaft verdrängt werden. Die ostdeutsche Schriftstellerin und Journalistin Jana Simon und ihr westdeutscher Kollege Christian Baron berichten von ihren Erfahrungen und stellen einige ihrer gesamtdeutschen Erzählungen vor.

Mit:

  • Prof. Michael Brie, Philosoph, Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirat der Rosa-Luxemburg-Stiftung
  • Prof. Naika Foroutan, Humboldt-Universität Berlin, Direktorin des Berliner Instituts für empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM)
  • Christian Baron, Journalist („Der Freitag“) und Schriftsteller
  • Jana Simon, Journalistin und Schriftstellerin
  • Moderation: Achim Engelberg und Albert Scharenberg

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