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Dokumentation : Reclaim the Future

Regionalkonferenz für eine rebellische Praxis

Wichtige Fakten

Datum
08.02.2020
Themenbereiche
Soziale Bewegungen / Organisierung

Details

Am Samstag (08.02.2020) veranstaltete die Rosa-Luxemburg-Stiftung Niedersachsen im Kulturzentrum Brunsviga in Braunschweig zum Thema „Reclaim The Future“ eine Regionalkonferenz. Ziel war es, jungen politisch Aktiven eine Gelegenheit zu geben, sich in diesen politisch bedrohlichen Zeiten zu sammeln, zu vernetzen und zu diskutieren.

Ob bereits in Gruppen organisiert oder bisher eher als Einzelkämpfer*in unterwegs - gemeinsam haben wir unseren Horizont erweitert und eine rebellische Praxis diskutiert. Wie groß das Bedürfnis nach Veranstaltungen dieser Art tatsächlich ist, ließ sich an der Teilnehmer*innenzahl leicht ablesen: Circa 80 junge, politisch ganz unterschiedlich aktive Leute aus ganz Südostniedersachsen und darüber hinaus kamen zusammen, was die Erwartungen weit übertraf. Inhaltlich befassten wir uns mit einem breiten Spektrum linkspolitischer Fragestellungen. Klimagerechtigkeit und Feminismus, Öffentlichkeitsarbeit, Kommunalpolitik und Organizing waren nur einige der Themen, die diskutiert und in verschiedenen Workshops bearbeitet wurden. Auch Aktivist*innen unterschiedlichster Gruppen (zum Beispiel Ende Gelände Göttingen, Feministischer Rat Hannover, Robin Wood, Organizi.ng) berichteten in den Arbeitsgruppen von Erfahrungen aus ihrer politischen Praxis und erarbeiteten mit den Teilnehmenden Instrumente für politisches Engagement. Als prominente Gäste waren Katharina König-Preuss (MdL, Linksfraktion Thüringen, Mitglied der Thüringer NSU-Untersuchungsausschüsse, Punkfan), sowie der Musiker, Aktivist und NSU-Experte Kutlu Yurtseven gekommen, die mit einem pointierten Gespräch zum Thema „Antifaschismus ist und bleibt notwendig!“ den Tag starteten. Grundsätzlich herrschte unter den Teilnehmenden eine dynamische Stimmung, es wurde viel diskutiert, sich ausgetauscht, zugehört und mitgedacht, sodass in Zusammenarbeit auch konkrete Handlungsperspektiven gewonnen werden konnten. Auch ein respektvoller Umgang schien für alle Beteiligten eine Selbstverständlichkeit zu sein, was sich in einer hohen Fehlertoleranz ebenso ausdrückte wie darin, dass sich gegenseitig zugehört und aufeinander eingegangen wurde. Die Gelegenheit, verschiedene linke Themengebiete mit Blick auf die Praxis in Beziehung zu setzen, wurde von den Beteiligten eindeutig wahrgenommen und der Tag kann insgesamt als Erfolg gewertet werden.

Reclaim the Future. Regionalkonferenz für eine rebellische Praxis

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