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100 Jahre nach Beginn des 1. Weltkriegs findet in Sarajevo das größte Friedensevent des Jahres statt. Die Stiftung unterstützt das internationale Treffen.

Information

Ein buntes Programm soll vom 6. bis 9. Juni 2014 die Straßen, Plätze und Kulturzentren Sarajevos in ein «Peace Event» verwandeln. Ein Jugendcamp, Ausstellungen; Konzerte und eine Konferenz sind geplant. Die Nobelpreisträger Mairead Maguire und Adolfo Perez Esquivel werden die Veranstaltung eröffnen.

Anlass des «Peace Event» ist der 100. Jahrestag des Beginns des Ersten Weltkriegs. Das Attentat auf den österreichischen Erzherzog Franz Ferdinand am 28. Juni 1914 in Sarajevo wurde von der Habsburger Monarchie genutzt, um einen Monat später Serbien den lang geplanten Krieg zu erklären. Mit dem vom Deutschen Reich unterstützen Angriff setzte Österreich-Ungarn die Kettenreaktion in Gang, welche in den Weltkrieg mündete. Das «Peace Event» soll dagegen ein Zeichen für internationale Kooperation und Solidarität setzen. Im Vordergrund werden Themen wie Frieden und soziale Gerechtigkeit, Geschlechterverhältnisse und Diskriminierung, Umgang mit der Vergangenheit und Alternativen zu Militarismus und Krieg stehen. 

Die BewohnerInnen Bosnien-Herzegowinas haben im 20. Jahrhundert nicht nur den Ersten und Zweiten Weltkrieg sondern auch den Bürgerkrieg der 1990er Jahre erlebt und erlitten. Die nationalistischen Kriegseliten der 1990er Jahre halten das Land und seine BewohnerInnen noch immer im Würgegriff. In den vergangenen Jahren hat sich die ohnehin desolate soziale und wirtschaftliche Lage weiter verschlechtert. Gegen diese Situation richtet sich seit Februar der Aufstand der BürgerInnen in Bosnien.

Neben vielen anderen Organisationen unterstützt auch die-Rosa Luxemburg-Stiftung das «Peace Event». Im Kammertheater auf der Tito-Straße bietet sie vier Workshops an: zur Geschichte der sozialistischen Antikriegsopposition auf dem Balkan während des Ersten Weltkriegs, der Position Rosa Luxemburgs zum imperialistischen Krieg, zur aktuellen Situation im Nahen Osten sowie zu den Sozialproteste in Bosnien-Herzegowina. Mehr Informationen zu den Angeboten der Stiftung im Downloadbereich sowie unter http://www.rosalux.rs/en/artikl.php?id=369. Das Gesamtprogramm findet sich auf www.p2014.eu.