Publikation International / Transnational - Europa - Osteuropa - Südosteuropa Manfred Schünemann: Quo vadis Ukraina?

Diskurs Heft 28. Streitschriften zu Geschichte und Politik des Sozialismus.

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Erschienen

Januar 2008

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Inhalt:

  • Vorbemerkung (Ernstgert Kalbe). (S. 5-9)
  • Quo vadis Urkaina? (S. 11-58)
  • Chancen und Risiken ukrainischer Staatlichkeit. (S. 12-14)
  • Probleme der Identitätsbildung in der Ukraine. (S. 15-21)
  • Gesellschaftswandel und politische Krisen. (S. 22-32)
  • »Orangene Revolution« und politischer Machtwechsel. (S. 33-44)
  • Die Ukraine im Widerstreit zwischen europäischer Orientierung und traditionellen Bindungen. (S. 45-54)
  • Fazit. (S. 55-58)
  • Anhang
    • Allgemeiner Überblick. (S. 59-60)
    • Zeittafel. (S. 61-63)
    • Literatur (Auswahl). (S. 64)
    • Abkürzungen und Personen. (S. 65-67)
    • Über den Autor. (S. 68)


Aus der Vorbemerkung von Ernstgert Kalbe:
»Endlich eine seriöse Publikation zur unmittelbaren Zeitgeschichte der Ukraine, welche vorrangig die inneren Entwicklungen dieses zweitgrößten europäischen (und slawischen) Flächenstaates nach der Implosion des Realsozialismus kenntnisreich analysiert und dabei zugleich die außen- bzw. geopolitischen Implikationen der ukrainischen Eigenstaatlichkeit nach dem Zerfall der UdSSR sichtbar macht. Damit vermittelt diese Arbeit von Manfred Schünemann, einem profunden Kenner der ukrainischen Entwicklung, aus linker Sicht thematisch einen logisch-historischen Anschluss an vorangegangene Publikationen, die in anderer Diktion, z. B. von G. Hausmann und A. Kappeler (Hrsg.) zum Thema ›Ukraine: Gegenwart und Geschichte eines neuen Staates‹ (Baden-Baden 1993) und unter historischem Aspekt von Claus Remer ›Die Ukraine im Blickfeld deutscher Interessen‹ von Ende des 19. Jh.s bis 1917/18 (Frankfurt a. M. 1997) im letzten Jahrzehnt vorgelegt wurden. ...
Gründlich untersucht Schünemann die Markierungen des Systemwechsels und der Konstituierung/Konsolidierung der ukrainischen Eigenstaatlichkeit, wobei er die politischen Etappen des Übergangs zu Marktwirtschaft (mitsamt ihren sozialen Verwerfungen) und zum pluralistischem Parteiensystem (1990/92), der Konsolidierung und bedingter Demokratisierung von Staatlichkeit (1992/96), der Dominanz eines präsidial-bürokratischen Systems unter Präsident Kutschma (1996/2005), und des Übergangs zu einem parlamentarisch-präsidialen Regime seit 2004/2005 kennzeichnet.
Die Massendemonstrationen, Konfrontationen und Wahlen seit 2004/05, im Westen als ›orangene Revolution‹ stilisiert und vom Autor dargestellt, brachten ein mehr oder minder deutliches Patt zwischen dem prowestlichen und prorussischen Lager zum Ausdruck, wobei sich die Achse allmählich in Richtung einer Westorientierung verschob und der zunächst noch starke Einfluß der ukrainischen Kommunisten schrumpfte ...
Manfred Schünemann hat gut daran getan, die inneren Entwicklungsprobleme, die (nach der Implosion des sozialistischen Systems) zur Verselbständigung der und zum Systemwandel in der Ukraine führten, gleichermaßen in den Blick zu nehmen wie die äußeren Faktoren und die Fremdeinflüsse auf die ukrainische Politik, die heute wohl stärker vom Westen als von Rußland ausgehen.«

Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen e.V., Leipzig, 2008, 68 S.

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