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Publikation : Good-bye Lenin? Die schwedische Linkspartei 1998 – 2005

Beitrag zum Parteienworkshop der Rosa-Luxemburg-Stiftung „Akteure im Umbruch - Transformationsprozesse linker Parteien“, Berlin, 16.-18.12.2005, Berlin

Wichtige Fakten

Reihe
Online-Publ.
Erschienen
Dezember 2005
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Nur online verfügbar

Details

Beitrag zum Parteienworkshop der Rosa-Luxemburg-Stiftung „Akteure im Umbruch - Transformationsprozesse linker Parteien“, Berlin, 16.-18.12.2005, Berlin

Man könnte ein wenig provozierend behaupten, dass die schwedische Linkspartei zur Zeit von ihrer eigenen Geschichte eingeholt wird: Seit der Wahl von Lars Ohly zum Vorsitzenden der Linkspartei im Februar 2004 fordern interne wie externe Kritiker lautstark, dass die Partei sich endgültig von ihrem kommunistischen Erbe verabschieden und endlich ihre eigene Geschichte kritisch aufdecken soll. Diese Forderung, die durch eine Reportage des staatlichen schwedischen Fernsehens über das Verhältnis der Parteiführung zu den sozialistischen Staaten Osteuropas im vergangenen Jahr kräftig angeheizt wurde, hat die Linkspartei in eine „Kommunismusdebatte“ zurückgeworfen, die beim Beobachter ein unbehagliches Déjà-vu-Erlebnis hervor ruft. 


Ein Rückblick: Lenin verlässt den Raum...
Bereits in den 1960er Jahren wurden erste Versuche unternommen, das kommunistische Erbe  der Linkspartei, grundsätzlich in Frage zu stellen. Wolfgang Leonhard rechnete seinerzeit Carl-Henrik Hermansson, den 1964 gewählten Parteivorsitzenden der SKP, zu „den wichtigsten Wegbereitern des Eurokommunismus in Europa“.  Nach Hermanssons Wahl zum Vorsitzenden öffnete sich die – nach wie vor hart zentral gesteuerte – KP für ideologische Einflüsse aus der neuen Linken und stellte u.a. die Schulung ihrer Funktionäre an der SED-Parteischule in Bad Doberan und in Moskau. ein. Eine „dänische Lösung“ , d.h. die bewusste Abkehr von der kommunistischen Parteitradition und die Neugründung einer linkssozialistischen Partei, wurde jedoch bewusst vermieden.



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