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Publikation : Die Linkspartei in Schweden

Wichtige Fakten

Reihe
Online-Publ.
Erschienen
Dezember 2002
Bestellhinweis
Nur online verfügbar

Details

Beitrag für den Internationalen Workshop der Rosa Luxemburg Stiftung „Linksparteien im Vergleich: Rahmenbedingungen, strategische Ansätze und Erfolgskriterien“,  12. und 13. Dezember 2002

1. Schweden als Prototyp eines sozialdemokratischen Wohlfahrtsstaates

Linksparteien in Schweden leben und arbeiten mit der Erfahrung, dass die sozialdemokratisch dominierte Arbeiterbewegung des Landes über fast ein halbes Jahrhundert Interessen von Lohnabhängigen und Benachteiligten durch einen nationalen Klassenkompromiss unter sozialdemokratischer Regierungsverantwortung erfolgreicher vertreten konnte als dies der Arbeiterbewegung in anderen kapitalistischen Ländern Europas möglich war.

Seit der zweiten Hälfte der 30er Jahre des vorigen Jahrhunderts wurde der Begriff des „Schwedischen Modells“ als Prototyp eines sozialdemokratischen Wohlfahrtsstaates geprägt. Er verkörperte die frühzeitige und besonders fruchtbare Aufnahme des Keynesianischen Gedankenguts und seiner Verknüpfung mit traditionellen sozialdemokratischen Werten in der politischen Praxis. Bis zum Ende der 70er Jahre verfolgte der schwedische Wohlfahrtsstaat unter nahezu ununterbrochener Regierungsmacht der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei (SAP) seit 1932 (s. Anhang) den Anspruch, einen „Dritten Weg“ zwischen typisch kapitalistischen Ländern und denen des realsozialistischen Versuchs zu gehen. Das Modell erfüllte auch Beispielfunktionen gegenüber Entwicklungsländern. Zugleich stand es oft in der Kritik von Seiten konservativer, marktliberaler und rechtsextremer Kräfte in Europa.  ...

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