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Publikation : Die erste Kanzlerkandidatin. Befunde und Thesen zum Thema Frauen und Politik.

Ist die Kanzlerkandidatur von Angela Merkel eine Fehlanzeige in Sachen gerechterer Geschlechterverhältnisse? Standpunkte 07/2005 von Evelin Wittich.

Wichtige Fakten

Reihe
Standpunkte
Autorin
Evelin Wittich,
Erschienen
Juli 2005
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Nur online verfügbar
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Details

Am 30. Mai 2005 verkündeten CDU und CSU ihre Entscheidung in der so genannten K-Frage. Einstimmig einigte „man„ sich auf Angela Merkel. Nun gibt es allerorten Diskussionen, die bei der Wahl auf einen männlichen Kandidaten sicher anders ausgefallen wären. Eine Blitzumfrage des Frühstücksfernsehens ergab ein zwar nicht repräsentatives, aber interessantes Bild: Frauen begrüßten die Kandidatur, jüngeren Menschen war die Wahl eher gleichgültig und ältere Herren fanden es gar nicht gut, womöglich von einer Kanzlerin regiert zu werden. Neues Deutschland kommentierte: “Angela Merkel hat viel auf sich genommen an Spott, Hohn, Niedertracht und Intrigen – und in gleicher Weise gegen all das agiert. Nur deshalb konnte sie sich durchsetzen. Denn dass Frauen per se eine andere, womöglich gar menschlichere Politik machen, weil sie eine andere Form des Umgangs pflegen, sensibler sind oder nicht so beratungsresistent wie ihre männlichen Kollegen – diesen Beweis blieb die Frau mit der DDR-Vergangenheit bislang fast durchgängig schuldig. ... Es gibt keine Quote in der Union. Die Frau war vielfach einfach der bessere Mann – ganz so wie andere Geschlechtsgenossinnen, die sich zu behaupten wussten: Siehe Margret Thatcher oder Birgit Breuel. Und die Konzepte der Union werden nicht besser, nur weil sie ein weiblicher Mund vielleicht fortan verkündet.“ Ist also die Kanzlerkandidatur von Angela Merkel eine Fehlanzeige in Sachen gerechterer Geschlechterverhältnisse?

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