Publikation Kultur / Medien - Digitaler Wandel - Commons / Soziale Infrastruktur - Digitalisierung und Demokratie De-Fragmentierung

Gemeinwohlbildung durch digitale Plattformen

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Autor

Peter Biniok,

Erschienen

Dezember 2017

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Bild: Julia Kopacheva/Shutterstock.com

Wissen, Plattformen, Gemeinwohl

Digitalisierung und damit verbundene Chancen und Herausforderungen werden kontrovers diskutiert. Die Rolle von Intermediären[1] bzw. digitalen Plattformen ist dabei bislang wenig untersucht, wenngleich Plattformen (wie Facebook, Google, Amazon) immer wieder in die Kritik geraten.[2] Wenn im Folgenden von digitalen Plattformen gesprochen wird, so sind primär wissensverarbeitende Intermediäre gemeint und weniger Industrie- oder Produktplattformen.[3] Diese Beschränkung resultiert aus dem Fokus auf Wissen in der Gesellschaft. Wer produziert Wissen? Wie verteilt sich Wissen? Wie wird Wissen rezipiert? Und welche Rolle spielen digitale Technologien und Plattformen dabei?

In einer gemeinwohlorientierten Gesellschaft stünde Wissen grundsätzlich allen BürgerInnen zur Verfügung. Jede/r hätte die Chance, zu lernen und sich zu entwickeln. Mit dem erworbenen Wissen wiederum würde ein Beitrag für die Gesellschaft geleistet. Digitale Plattformen, so die These, sind bereits heute «Knowledge Hubs» (Knotenpunkte der Wissenszirkulation), an denen Wissen zusammenläuft, sortiert, reproduziert, und verteilt wird. Eine Verwertung dieses Wissens zur Gemeinwohlbildung bleibt dabei aus. Es scheint, dass beim derzeitigen Einsatz von Plattformen privatwirtschaftliche Eigeninteressen bevorzugt werden, die sich aus der grundlegenden Orientierung an ökonomischen Kriterien ergeben. Im Folgenden wird die Frage diskutiert, inwiefern Plattformen zur Gemeinwohlbildung beitragen könnten und wie sie dafür bestenfalls beschaffen sein müssten. Ziel ist die konzeptionelle Erschließung der gemeinwohlfördernden Charakteristika von digitalen Plattformen.

  

2.    Wissensfragmente und digitale Plattformen als Knowledge Hubs

Das heutige Wissenssystem beruht nicht mehr darauf, dass eine zentrale Instanz (Kirche, König, Kaiser) Wissen verwaltet und entscheidet, was wahr und falsch ist. Und auch die funktionale Verfügung über Wissensgebiete durch verschiedene wissenschaftliche Disziplinen und andere Institutionen gilt nicht mehr ausschließlich. In die neuere Diskussion um Wissen in der Gesellschaft rückt das Konzept fragmentaler Differenzierung, oder mit anderen Worten: die Idee von Wissensfragmenten.[4] Damit ist gemeint, dass das Wissenssystem mehr und mehr auf einer heterogen verteilten Wissensproduktion beruht. Die Wissenssituation ähnelt «einem ‹patchwork› disziplinärer Wissensfragmente, das eben in seinen heterogenen Teilen nicht so schön aufgeht wie ein ‹puzzle›».[5]

Nicht zuletzt durch Digitalisierung nimmt die Anzahl, Sichtbarkeit und damit auch Relevanz von wissensproduzierenden Quellen zu. Die Wissenskorpi vervielfältigen sich und existieren als heterogen verteilte Bestände. Das Internet ist davon in besonderer Weise betroffen. Durch die Vielfältigkeit der Datenmacher nehmen Daten und Informationen an Quantität zu und zirkulieren als Wissensfragmente durch das Netz.[6] Dabei werden sie von Menschen und Algorithmen verarbeitet, verändert und weitergeleitet. Die Produktion von Daten und die Verfügung über Datenarchive bilden (neue) Machtressourcen und ziehen die Aushandlung neuer Koordinationsmechanismen und Kontrollregime nach sich.

Digitale Plattformen nehmen eine besondere Stellung ein, da sie Knotenpunkte der Wissenszirkulation sind und Nutzer darüber im Austausch stehen. Dieser Austausch wird neben Menschen auch durch spezifische Software realisiert. Diese soziotechnischen Konfigurationen haben Auswirkungen darauf, wer wann mit welchem Wissen versorgt wird und stellen insofern «Government Tools» (Regierungswerkzeuge) dar. Digitale Plattformen sind durch drei Dimensionen gekennzeichnet.

  • a) Die soziale Dimension bezieht sich auf die NutzerInnen und Fragen des Zugangs und der Nutzungsweisen. Ist eine Registrierung mit welchen Daten notwendig? Inwiefern kann die Plattform eigenständig konfiguriert werden? Welches Know-how ist für den selbstbestimmten Einsatz nötig?
  • b) Die technische Dimension zielt auf Zugriff und Algorithmenhandeln ab. Unter welchen Bedingungen ist die Plattform verfügbar? Welche Selektionen der Wissensbestände werden automatisch vorgenommen? Inwiefern bedingen Algorithmen aktiv das Handeln der NutzerInnen?
  • c) Die politische Dimension erfasst Fragen zu Besitz und Datennutzung. Wer besitzt die Urheberrechte an beispielsweise Fotos? Werden Daten weitergegeben, und wenn ja, an wen? Sind NutzerInnen darüber informiert, wofür deren Daten genutzt werden?

Plattformen haben das Potential, Prozesse der Wissensproduktion und -distribution, und damit gesellschaftlichen Wandel, zu beeinflussen: die Erwartungen reichen hier vom Negativszenario einer Postdemokratie bis zum Positivszenario eines Systems der Commons.[7] Egal wie, eine (neue) Wissenspolitik «sollte Spielräume offenhalten und für öffentliche Arenen sorgen, wo kollektives Lernen zwischen heterogene Akteuren stattfinden kann».[8]

Idealerweise zeichnen sich solche Arenen und Systeme beispielsweise durch gemeinsame Regierungsformen (Quellen haben je eigene UrheberInnen, die auch Mitsprache an Rahmenbedingungen des Wissensmanagements haben), Neutralität der Plattformen (als ausgehandelter Status-quo unter spezifischen Bedingungen) und die Vernetzung von – Inhalte produzierenden – NutzerInnen aus. Grundsätzlich ist eine pluralistische und demokratische Form der Netzwerkorganisation denkbar. Das vielfältige Wissen wäre so vielerorts frei zugänglich, verwertbar und für das Gemeinwohl nutzbar. Gemeinwohlorientierung meint dabei den Einsatz von Wissen zur politischen Bildung, für kooperative Arbeit, den Aufbau solidarischer Kieze, und anderen gesellschaftlich relevanten Zwecken. Gleichsam besteht die Gefahr der Zentralisierung und Monopolisierung von Daten und Macht. «Information Disorder», also Falschmeldungen und manipulative Kommunikation,[9] könnte zunehmen und Plattformen würden zu ökonomiebasierten Wissensfiltern avancieren.[10]

  

3.    Digitalisierungsmythen

Der aktuelle Status-quo von Plattformen ist durch Phänomene gekennzeichnet, die sich, bezüglich der oben genannten drei Dimensionen digitaler Plattformen, als Digitalisierungsmythen beschreiben lassen.[11]

  • (a) Soziale Dimension: Prosumerillusion und Meinungsgemeinschaften

    Entgegen der Behauptung eines aufkommenden Prosumerism,[12] gelten nur 1% aller NutzerInnen des Internets an der Generierung von Inhalten beteiligt, während 90% der NutzerInnen Inhalte passiv konsumieren und 9% an Diskussionen teilnehmen.[13] Echte Partizipation findet auch deshalb nicht statt, weil NutzerInnen stets im Rahmen von Geschäftsmodellen agieren und Strukturen und Regeln des Internets nicht gestalten können.[14] Insbesondere Plattformen scheinen so angelegt, dass NutzerInnen kaum neues Wissen aneignen und/oder in Kontakt mit andersdenkenden NutzerInnen treten.[15] Informationen werden reduziert und gleichartiges Wissen sammelt sich örtlich verteilt an. Durch Wiederholung, Vereinfachung und Steigerung vermögen sich so Meinungsgemeinschaften zu bilden, die begrenzte Wissensfragmente austauschen.[16] Bewertungen in diesen Gemeinschaften erfolgen anhand binärer Kategorien, der affektuelle Broadcast überwiegt und es entstehen kognitive Verzerrungen.[17] Kritisch erscheinen dabei vor allem die Zirkularität der Wissensgenerierung und die fehlende Offenlegung von komplexen Sinnzusammenhängen.
  • (b) Technische Dimension: Neutralitätsillusion und «Algorithmenkollektive»

    Plattformen sind nicht neutral, sondern beinhalten Motive und Geschäftsziele der Betreiber. Die diversen Wissensbestände, die durch Plattformen zirkulieren, werden anhand von technischen Filtermechanismen verarbeitet. Solche personalisierten Informationen beeinflussen unterhalb der Wahrnehmung der NutzerInnen deren Denken und Handeln. Selbst wenn eine Reflexion der Beeinflussung durch Technik stattfindet, haben NutzerInnen keinen Einfluss auf die algorithmische Bearbeitung und Bewertung der Wissensfragmente. Die technische Plattformstruktur ist kaum konfigurierbar und wirkt hemmend auf die Sozialstrukturen innerhalb der Plattformen, also die Gestaltung persönlicher sozialer Kontakte. Die Verantwortung für die Konfiguration und Funktionalität der Plattform wird auf miteinander kooperierende Algorithmen («Algorithmenkollektive») übertragen. Kritisch erscheint, dass Maschine-Maschine-Interaktionen immer häufiger und stärker die zwischenmenschlichen Interaktionen bestimmen – ohne die Einwilligung der NutzerInnen.
  • (c) Politische Dimension: Holismusillusion und Netzwerkmacht

    Die diversen Wissensbestände in der Gesellschaft scheinen einen Gesamtfundus darzustellen, den es «nur» zu kombinieren gilt, um einen Mehrwert zu erzielen. Doch die vielen verschiedenen Wissensproduzenten machen einen Gesamtüberblick über das vorhandene Wissen unmöglich, und Zugriffsbeschränkungen und fehlende Interoperabilität verhindern die Verknüpfung und Inwertsetzung von Wissen seitens der Bürger. Plattformen übernehmen verstärkt die zentrale Kontrolle über die Wissenszirkulation. Die Nutzung von Plattformen unterliegt dabei bestimmten Voraussetzungen, denen sich die NutzerInnen freiwillig unterordnen und Kommunikationsarbeit leisten.[18] Kritisch sind hier nicht nur die eingeschränkte Versorgung der NutzerInnen mit Wissen und die mangelnde Information darüber, sondern auch über die Nutzung hinausgehenden «Zwangsformen», etwa Einwilligung in die Datenweitergabe. Überdies wechseln Plattformen Ihre Rollen als Bereitsteller und Anbieter beinahe beliebig und gefährden die Plattformneutralität, falls es diese je gab.[19]

 

4.    De-Fragmentierung

Gesamtgesellschaftlich verteilte heterogene Wissensfragmente unterliegen der dezentralen Kontrolle der jeweiligen Wissensproduzenten. In digitalen Plattformen werden diese Wissensfragmente zusammengeführt und unter zentraler Kontrolle der Betreiber neu verteilt. Möglich ist dann die Herausbildung voneinander getrennter und separat kontrollierter Meinungsgemeinschaften. Gemeinwohlbildung und Demokratisierung sind so kaum möglich. Um das in der Gesellschaft vorhandene Wissen möglichst vielen BürgerInnen in möglichst vielen Facetten zur Verfügung zu stellen, sind nicht nur Digitalisierungsmythen zu enthüllen, sondern es wäre eine medial-gesellschaftliche De-Fragmentierung zu initiieren.[20] Fragmentierte Systeme sind langsam und weisen vermehrt Fehlfunktionen und Abstürze auf. Unser Wissenssystem ist durch solche Herausforderungen gekennzeichnet: Hate Groups, Bots und Fake News, ökonomische Datenkontrolle.

Medial-gesellschaftliche De-Fragmentierung führt Wissensfragmente zu spezifischen Sinneinheiten zusammen. Solch ein Prozess bedeutet in erster Linie die Re- und Neu-Kombination von Wissensbeständen. Es werden einerseits Fragmente bestehender Wissenseinheiten zusammengeführt. Andererseits ermöglicht De-Fragmentierung die Entwicklung neuen Wissens durch innovative Kombination kaum verbundener Wissenselemente. Voraussetzung dafür ist die Transformation bestehender ökonomisch orientierter Plattformen hin zu offenen Aushandlungsarenen. De-Fragmentierung findet entlang von drei Dimensionen statt.

  • (a) Soziale Dimension: Empowerment und Sensibilisierung

    Auf der NutzerInnenebene wären zunächst Einstiegshürden, vor allem für gefährdete Gruppen (etwa SeniorInnen), zu senken, damit BürgerInnen überhaupt online interagieren können. Dazu gehören beispielsweise die Vereinfachung der Registration und Barrierefreiheit der Plattformen.[21] Im Sinne der Prosumption wäre die eigenverantwortliche Mitarbeit am Wissensproduktionsprozess zu fördern. Hierzu sind umfassendere Konfigurationsmöglichkeiten nötig, um individuelle Nutzungsweisen zu ermöglichen. Zudem sollten diese Bemühungen mit Bildungsmaßnahmen flankiert werden, um entsprechende Expertisen aufzubauen und für digitale Themen zu sensibilisieren. Weiterhin dürfen relevante Plattforminhalte nicht nur zahlenden NutzerInnen zur Verfügung stehen.
  • (b) Technische Dimension: Diversifizierung und Aggregation

    Die technische Ausgestaltung von Plattformen sollte am Diversity by Design ausgerichtet sein,[22] um einer monokausale Funktionsweise entgegenzuwirken, die Wissensbestände repetiert und Umdenken blockiert. Möglich wäre dies einerseits durch Entpersonalisierung und zufällige Verbreitung von Beiträgen. Wissensfragmente sind dann weniger auf die einzelnen NutzerInnen zugeschnitten und erlauben die zufällige Entdeckung neuen Wissens. Dazu gehört auch die Wahl der filternden und sortierenden Algorithmen. Als Unterstützung des Wissensmanagements könnten andererseits „Aggregationsräume“ in den Plattformen angelegt werden. Dabei handelt es sich um Themenbereiche, in denen zusammengehörige Wissensfragmente gesammelt werden. Zuordnung von Wissen wäre so weniger nutzerInnenabhängig und stünde allen zur Verfügung.
  • (c) Politische Dimension: Governance und Öffentlichkeit

    Auf gesellschaftlicher Ebene ist Betreibervielfalt zu befürworten. Pluralität an Plattformen, auch von staatlichen Einrichtungen, würde die Variabilität der verfügbaren Wissensbestände und damit die Kombinationsmöglichkeiten erhöhen. Zugleich wären Verantwortlichkeiten bezüglich der Plattformnutzung und -bereitstellung zu regeln und die Datennutzung transparenter zu gestalten. Dies betrifft einerseits die Frage, ob Plattformen für die Inhalte (ihrer Nutzer) verantwortlich sind oder nicht. Andererseits ist zu klären, ob die Inhalte den Plattformbetreibern gehören. Frei verfügbare und unter offenen Lizenzen, wie Creative Commons-Lizenzen, stehende Beiträge bieten die Möglichkeit eines ungehinderten Wissensaustauschs. In Ergänzung zu «Aggregationsräumen» sind moderierte Diskussionsrunden anzustreben, die regelmäßig tagesaktuelle Themen bearbeiten. 

 

5.    Fazit

Umfassendes Ziel einer medial-gesellschaftlichen De-Fragmentierung ist die Transformation ökonomisch orientierter Plattformen zu offenen Aushandlungsarenen. Das beinhaltet einen Wandel in der Kommunikationspraxis von affektuellen und punktuellen Reaktionen zu inhaltlichen und kontextsensitiven Aktionen.[23] Der Erfolg solcher Arenen hängt nicht allein von der Plattformkonfiguration ab. Es gilt, die Monopolisierung durch eine Handvoll Tech-Firmen zu prüfen, die Digitalkompetenzen der NutzerInnen zu fördern und emanzipierende Infrastrukturen zu schaffen.[24]

Nötig ist ein gesamtgesellschaftlicher Diskurs über Leitwerte von und für Plattformen.[25] Es ist zu klären, inwiefern Plattformbetreiber einer Veränderung (intrinsisch motiviert) zustimmen oder durch Gesetzgebung (extrinsisch) angeleitet werden. Auch die Frage der Plattformneutralität wird insofern neu gestellt, als dass Wissen und Kommunikation durchaus gelenkt werden. Denn mit offenen Aushandlungsarenen würden gemeinwohlorientierte Ziele verfolgt und Wissensfragmente nach festgelegten Prinzipien zusammengefügt werden – allerdings als Ergebnis konsensueller Aushandlungen zwischen AkteurInnen aller Gesellschaftsbereiche. De-Fragmentierung wäre ein kollektiver Prozess, an dem Mitglieder aller Gesellschaftsbereiche teilhaben und ein Medium schaffen, das Gemeinwohl und Demokratie fördert.

 

Peter Biniok ist Techniksoziologe und Informatiker und arbeitet derzeit mit an einem Gutachten zu ethischen Standards für Big Data.



[1] Mit Intermediären sind Anbieter von Dienstleistungen, wie Suchmaschinen oder sozialen Netzwerken, gemeint, die als „(Ver-)Mittler“ zwischen NutzerInnen fungieren und den Austausch von Wissen, Produkten, und so weiter, unterstützen.

[2] Vgl. beispielsweise Evans, Jon: Facebook is broken, techcrunch.com, 4.6.2017.

[3] Srnicek, Nick: Platform Capitalism, Cambridge 2017.

[4] Rammert, Werner: Technik – Handeln – Wissen, Wiesbaden 2007. Aus soziologischer Perspektive ist Gesellschaft durch sich wandelnde Differenzierungstypen und damit verbundene Formen der Wissensproduktion gekennzeichnet. Stammesgesellschaften waren unterteilt in voneinander getrennte gleichartige Segmente, die über ähnliches Wissen verfügten. Monarchien besaßen Wissenshierarchien, in denen an zentraler Stelle Wissen generiert wurde. Und in funktional unterteilten Gesellschaften existieren spezialisierte und gleichberechtigte Wissensgebiete, die komplementär sind.

[5] Ebd., S. 200.

[6] Rammert, Werner: Die Macht der Datenmacher in der fragmentierten Wissensgesellschaft, in: Gaycken, Sandro/Kurz, Constance (Hrsg.): 1984.exe, Bielefeld 2009, S. 181–193.

[7] Stalder, Felix: Kultur der Digitalität, Berlin 2016.

[8] Rammert, Werner: Technik – Handeln – Wissern, Wiesbaden 2007, S. 211.

[9] Wardle, Claire/Derakhshan, Hossein: Information Disorder. Toward an interdisciplinary framework for research and policymaking, Strasbourg Cedex 2017.

[10] Die Betrachtung nutzerseitiger Strategien der Selektion (eigenverantwortlich oder im Auftrag) und Distribution von Wissen (Privacy) bleibt hier zunächst außen vor.

[11] Schmidt, Jan-Hinrik, u.a.: Zur Relevanz von Online-Intermediären für die Meinungsbildung. Hamburg 2017.

[12] Ritzer, Georg: Prosumption: Evolution, revolution, or eternal return of the same?, in: Journal of Consumer Culture 14/2014, S. 3–24.

[13] Schmidt, Jan-Hinrik: Social Media, Wiesbaden 2013.

[14] Schmidt, Jan-Hinrik: Die sozialen Medien und das Partizipationsparadox, in: Voss, Kathrin/Hurrelbrink, Peter (Hrsg.): Die digitale Öffentlichkeit. Band II, Hamburg 2015, S. 57–63.

[15] Pariser, Eli: Filter Bubble: Wie wir im Internet entmündigt werden, München 2012.

[16] Garrett, R. Kelly: Echo chambers online? Politically motivated selective exposure among Internet news users, in: Journal of Computer-Mediated Communication 14/2009, S. 265–285.

[17] Han, Byung-Chul: Im Schwarm. Ansichten des Digitalen, Berlin 2013.

[18] Sevignani, Sebastian: Krise der Privatheit, in: Hahn, Kornelia/Langenohl, Andreas (Hrsg.): Kritische Öffentlichkeiten – Öffentlichkeiten in der Kritik, Wiesbaden 2017, S. 237–254.

[19] Pasquale, Frank: Platform Neutrality: Enhancing Freedom of Expression in Spheres of Private Power, in: 17 Theoretical Inquiries in Law 487, 2016.

[20] De-Fragmentierung ist durchaus in Analogie zur physischen Bereinigung einer Festplatte zu verstehen. Dabei werden die auf der Festplatte ungeordneten Dateifragmente wieder zusammengeführt. Ziel ist die Optimierung der Leistung des Computers.

[21] Unter dem Stichwort Privacy by Design werden Prinzipien diskutiert, die darauf ausgerichtet sind, bei Registrierungs- und Nutzungsprozessen keine Nutzerdaten zu erheben und zu speichern.

[22] Helberger, Natali: Diversity ba Design, in: Journal of Information Policy, 1/2011, S. 441–469.

[23] Diese Transformation wird auch als Übergang von der bisherigen System-1-Prozessierung zur System-2-Verarbeitung bezeichnet. Vgl. Lischka, Konrad/Stöcker, Christian: Digitale Öffentlichkeit. Wie algorithmische Prozesse den gesellschaftlichen Diskurs beeinflussen (Arbeitspapier). München 2017.

[24] Biniok, Peter: Emanzipierende Infrastrukturen. Wie digitale Teilhabe ausgebaut werden kann, in: Standpunkte 09/2017.

[25] Beining, Leoni: Die Räume der Gesellschaft. Was digitale Plattformen für das Gemeinwohl bedeuten. Berlin 2017.