Zum Hauptinhalt springen

Publikation : Ein außergewöhnlicher Erfolg der Linken?

Frankreich im Wahlzyklus 2017. Studie des RLS-Büros Brüssel

Wichtige Fakten

Reihe
Buch/ Broschur
Autor
Peter Wahl,
Erschienen
Februar 2018
Bestellhinweis
Nur online verfügbar
Zugehörige Dateien

Details

Jean-Luc Mélenchon und seine Bewegung La France Insoumise (LFI) haben bei den Präsidentschaftswahlen ein bemerkenswert gutes Ergebnis erzielt. Sollte es sich konsolidieren lassen, würde LFI auch im internationalen Vergleich stärkste linke Kraft in einem Land des kapitalistischen Zentrums werden.

Der Wahlzyklus 2017 offenbart einen tiefen Umbruch im politischen System Frankreichs. Der Kollaps der Sozialdemokratie, die schwere Niederlage der Konservativen und der erneute Stimmenzuwachs für Marine Le Pen reflektieren die ökonomischen und politischen Krisen, die das Land seit längerem belasten. Hauptprofiteur der Instabilität war Manuel Macron, dem es gelang, den Eindruck zu erwecken, die Probleme des Landes lösen zu können. Mit seiner Bewegung La République en marche etablierte er eine Art Große Koalition.

LFI ist zur neuen hegemonialen Kraft der französischen Linken geworden. Nach einem zehnjährigen Suchprozess und Experimenten mit klassischen linken Sammlungsbewegungen vollzog Mélenchon 2016 den Bruch damit. Ähnlich wie PODEMOS und Syriza trat LFI als neues Projekt und eigenständiger Akteur an. LFI versteht sich auch als Antwort auf die jahrzehntelange Krise linker Politik.

Eine Übertragbarkeit der französischen Verhältnisse auf Deutschland gibt es
nicht, da sowohl die gesellschaftliche Situation als auch die Akteursseite zu unterschiedlich sind.

Weitere Inhalte zum Thema

Wege zum kommunalen Sozialismus in New York City

: Analyse 27.03.2026

Internationale Erfahrungen für die Stärkung der Macht der arbeitenden Klassen. Von Thabo Huntgeburth

Rebellisch Regieren 2026?

: „Luxemburg“ Artikel 03/2026

Ein Kommentar zu Kalle Kunkel und Philipp Möller