Publikation Corona-Krise «Nachdenken über Corona»

Ein Gespräch mit Prof. Ulrich Ruschig (ehem. Direktor des Instituts für Philosophie an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg)

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Erschienen

Juni 2020

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Seit Monaten ist die Corona-Pandemie in den Schlagzeilen. Die öffentliche Debatte oszilliert zwischen sensationserheischender Panikmache und fahrlässigem Herunterspielen, zwischen Lockdown und Lockerungen. Je mehr das von den Medien betriebene Infotainement vordringt, desto weniger wird informiert oder gar erklärt und desto mehr Verwirrung wird gestiftet. Dagegen wäre eine Aufklärung über die Pandemie vonnöten. Aufklärung bringt Licht in die Verwirrung, deckt die Gründe für die Pandemie auf und versucht, dessen Wesen zu bestimmen. Was aber ist das Wesen dieser Pandemie? Im Kapitalismus ist ein jegliches gesellschaftliches Geschehen durch dessen Funktion für den zentralen Strukturzusammenhang dieser Gesellschaft, den Zweck der Kapitalverwertung, bestimmt. Die Pandemie ist ein solches gesellschaftliches Geschehen.

Wollen wir das Wesen der Pandemie begreifen, so müssen wir begreifen, wie entscheidend für ihre Verursachung, ihre Ausbreitung, ihre Bekämpfung und insgesamt für Gesundheit und Krankheit der Menschen ist, daß dies alles im Kapitalismus stattfindet und damit einer ganz besonderen gesellschaftlichen Formbestimmung unterworfen ist.        

In einem Gespräch der Rosa-Luxemburg-Sstiftung mit Ulrich Ruschig sollen grundlegende Fragen erörtert werden: Ist die Pandemie eine Naturkatastrophe? Ist der global sich ausbreitende Kapitalismus mitursächlich für die Pandemie? Welche Rolle spielt der bürgerliche Staat bei der Bekämpfung der Pandemie? Können wir beruhigt sein, wenn dieser Staat die «Volksgesundheit» schützt? Ist es Schein oder die Wahrheit, dass während des Lockdowns staatliches Handeln und Handeln gemäß Vernunft und Wissenschaft zusammenfielen?

Das gesamte Gespräch ist HIER als Download verfügbar.

Zahlreiche weitere Beiträge zum Thema finden sich unter www.zeitschrift-luxemburg.de