Publikation Rassismus / Neonazismus - GK Rechts Autoritärer Sog

Gefährliche Veränderungen der Gesellschaft

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Vorbereitungskreis des Gesprächskreises Rechts,

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Aufmarsch von Rechtsextremen in Wilhelmstadt, Magdeburg CC BY-SA 2.0, Flickr/Zeitfixierer

Die zurückliegenden Jahre waren weltweit von einem Erstarken der antiliberalen, autoritären und extremen Rechten geprägt. Dies gilt auch für die Entwicklung in der Bundesrepublik: der Aufstieg und die Verstetigung der AfD als völkisch-nationalistische Partei und ihr (Wieder-)Einzug in sämtliche Landesparlamente und den Deutschen Bundestag; rechte Terroranschläge, deren Täter international gut vernetzt sind und die ihre Taten per Livestream ins weltweite Netz speisen; und zuletzt das Auftauchen einer rechtsaffinen bis offen rechten Anti-Establishment-Bewegung, die sich im Zuge der Coronapandemie zusammenfand. Der globale autoritäre Sog, der Anfang Januar 2021 in den USA mit dem Sturm eines rechten Mobs auf das Kapitol einen bedrohlichen Höhepunkt fand, ist eine Dynamik, die westliche Demokratien ebenso wie viele andere, teils vorher schon instabile Staaten weltweit in Schieflage bringt.

«Der Gesprächskreis Rechts ist ein Antidepressivum»

Sinn und Ziel des Gesprächskreises Rechts (GK Rechts) der Rosa-Luxemburg-Stiftung war und ist es, all diese Entwicklungen in den Blick zu nehmen und in geschütztem Rahmen unsere Analysen, Gedanken, Fragen und auch Unsicherheiten in Bezug auf die Themen zu diskutieren. Der Gesprächsstoff ist dabei in den vergangenen zwölf Jahren wahrlich nicht weniger geworden. Die vorliegende Publikation dokumentiert Beiträge aus insgesamt vier Gesprächskreisen der letzten zwei Jahre; als Organisationskomitee wollen wir außerdem die Gelegenheit nutzen, auf die letzten zwölf Jahre des Gesprächskreises Rechts zurückzublicken.

Die Autor*innen und Herausgeber*innen

Der Arbeitskreis Anastasia hat sich 2018 aufgrund der erhöhten Aktivitäten und der verstärkten Ausbreitung der rechtsesoterischen Anastasia-Bewegung gegründet. Er sieht es als seine Aufgabe an, Informationen und Rechercheergebnisse über diese Esoterikströmung zusammenzutragen und in Vorträgen und Workshops über sie aufzuklären. Weitere Informationen unter: anastasia.blackblogs.org.

Errol Babacan ist Gesellschaftswissenschaftler. Er arbeitet an der Universität Münster am Institut für Soziologie am Lehrstuhl «Sozialwissenschaftliche Erforschung des Islam im Europa des 20. und 21. Jahrhunderts».

Peter Bierl ist Journalist und Mitglied der Gewerkschaft ver.di. Von ihm sind zuletzt erschienen «Die Legende von den Strippenziehern. Verschwörungsdenken im Zeitalter des Wassermanns» (2021) und «Die Revolution ist großartig. Was Rosa Luxemburg uns heute noch zu sagen hat» (2020).

Ellena Bologna und Enrique van Uffelen sind Autor*innen eines Recherche- und Dokumentationskollektivs, das sich mit dem Vorhaben zusammengeschlossen hat, Gerichtsprozesse mit Bezug zu islamistischen oder völkischen Tathintergründen zu beobachten, zu analysieren und in einen gesellschaftspolitischen Kontext einzuordnen. Kontakt: rnaf@riseup.net.

Sonja Brasch ist freie Journalistin und politische Bildnerin. Sie ist bei NSU-Watch Hessen aktiv und arbeitet zu extrem rechten Strukturen und rechtem Terror in Hessen. Texte von ihr finden sich u. a. bei NSU-Watch und in der Lotta – antifaschistische Zeitschrift für NRW, Rheinland-Pfalz und Hessen.

Julika Bürgin ist Professorin mit Schwerpunkt Bildung am Fachbereich Soziale Arbeit der Hochschule Darmstadt. Sie ist aktiv im Forum kritische politische Bildung.

Friedrich Burschel ist Historiker und Politologe und arbeitete bis August 2021 als Referent zum Schwerpunkt Neonazismus und Strukturen und Ideologien der Ungleichwertigkeit an der Akademie für Politische Bildung der Rosa-Luxemburg-Stiftung.

Kira Güttinger ist Sozialwissenschaftlerin und arbeitet im Studienwerk der Rosa-Luxemburg-Stiftung.

Christoph Kopke ist Professor für Politikwissenschaft und Zeitgeschichte an der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin.

Juliane Lang arbeitet wissenschaftlich und in der politischen Bildungsarbeit zu Themen rund um Rechtsextremismus und Geschlecht.

Michael Nattke ist Fachreferent im Kulturbüro Sachsen e.V., dem Träger der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus im Bundesland. Seit über 20 Jahren beschäftigt er sich mit organisiertem Neonazismus und rechten Einstellungen in Ostdeutschland.

Nils Schuhmacher ist Kriminologe und als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Fachgebiet Kriminologische Sozialforschung an der Universität Hamburg tätig