Amsterdam, Niederlande: Proteste gegen den Krieg in der Ukraine Foto: @Dimitrov_Nikola Twitter
Überall auf der Welt protestieren und kämpfen Menschen in unterschiedlichen Bewegungen und aus verschiedenen Beweggründen gegen den sich immer wieder neu erfindenden und doch immer zerstörerischen Kapitalismus. Die Struktur der Proteste ist komplex. Nicht alle sind links. Aber viele. Darin liegt Hoffnung.
Was der Gegenwart eigen ist: Sie kann auf einen globalen Exodus hinauslaufen, bliebe es bei der Art und Weise, wie gewirtschaftet wird und wie Konflikte gelöst werden. Der Kapitalismus ist wandlungsfähig. Er verteidigt mit Klauen und Zähnen, was ihn ausmacht, und ist bereit, auf Demokratie zugunsten totalitärer und autoritärer Versionen seiner selbst zu verzichten. Die Gegenwart kann aber ebenso in eine Zukunft münden, in der sich die Gestaltung von Gesellschaft, die Bewahrung des Ökosystems, die Gewährung grundlegender Menschenrechte für alle nicht länger politischer und gesellschaftlicher Regulierung entzieht. Diese Möglichkeit jedoch ist nur ohne Krieg denkbar. Der niemals die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln, stattdessen das Ende aller Politik ist. Seit dem 24. Februar protestieren überall auf der Welt Menschen gegen den Krieg, der an diesem Tag begonnen wurde. Wir wissen nicht, was diese Menschen alles voneinander trennt. Aber was sie eint, sehen wir.
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