Zum Hauptinhalt springen

Publikation : Die finanzialisierte Wohnungswirtschaft ist sozialisierungsreif

Für eine vergesellschaftende Regulation der Immobilienökonomie

Wichtige Fakten

Reihe
Standpunkte
Autor
Knut Unger,
Erschienen
Mai 2022
Bestellhinweis
Nur online verfügbar

Details

„Europacity“ Berlin, Blick vom Golda Meir Steg
Teuer, monoton und ohne Leben: Das neue private Stadtviertel „Europacity“ zwischen Hauptbahnhof und dem Ufer des Schifffahrtskanals mit Wohn- und Bürogebäuden ist ein reines Investorenprojekt. Golda Meir Steg, Europacity Berlin, CC BY-NC 2.0, ACME, via Flickr

In den letzten drei Jahrzehnten hat sich das Wohnungswesen in mehreren Schüben in ein Terrain der globalen Finanzindustrie verwandelt. Im Zuge der Durchsetzung von Shareholder Value und Investmentbanking, von Steuer- und Föderalismusreformen löste sich die im 20. Jahrhundert geschaffene Wohnungsinfrastruktur des güterindustriellen Kapitalismus in „Anlageklassen“ globaler Finanzströme auf. Ein wichtiger Schauplatz dieser Entwicklung war die Finanzialisierung der einstmals „gemeinnützigen“ unternehmerischen Wohnungswirtschaft. Auf die Abschaffung der Wohnungsgemeinnützigkeit 1990 folgten in den Nullerjahren der Ausverkauf ihrer Wohnungen an die Private-Equity-Fonds und dann ab 2012 die Börsengänge der von ihnen geschaffenen Wohnungsplattformen.

Autor:

Knut Unger ist Sprecher des MieterInnenvereins Witten (Mitglied im Deutschen Mieterbund NRW) und von MieterAKTIONärIn – Plattform kritischer Immobilienaktionär*innen.

Weitere Inhalte zum Thema

Wohnen in Baden-Württemberg

: Analyse 16.01.2026

Die Wohnungskrise hat sich im Südwesten zugespitzt – auch, weil die Landesregierung ihre…

Vermögensteuer Die Linke

: Studien 02/2026

DIW-Studie zu Aufkommens- und Verteilungswirkungen

Anders Wohnen, besser Leben, 18 März 2026 - 31 März 2026

: Ausstellung/Kultur

Rostock

Ausstellung im Rathaus Rostock