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Publikation : Wahlen in Ecuador: Perspektiven des Correa- Systems

Analyse zu den Wahlen am 17. Februar. Standpunkte International 1/2013 von Jorge León Trujillo.

Wichtige Fakten

Reihe
Standpunkte international
Erschienen
Februar 2013
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Eigentlich ist die ecuadorianische Gesellschaft eine politische Gesellschaft par excellence. Schon immer hat die Politik die Gemüter zu erregen vermocht, politische Fragen und Themen werden in der Bevölkerung leidenschaftlich debattiert. Deshalb entspricht der aktuelle Wahlkampf so gar nicht dem gewohnten, politischen Leben im Land: Er ist von Desinteresse und Entpolitisierung geprägt.

Fast zehn Millionen Ecuadorianerinnen und Ecuadorianer sind am 17. Februar 2013 dazu aufgefordert, einen Präsidenten sowie die Abgeordneten des Parlaments zu wählen. Drei Wochen vor dem Wahltag sollen aber erst 59 Prozent der Wählerinnen und Wähler wissen, wem sie ihre Stimme geben wollen.

Rafael Correa, derzeitiger Amtsinhaber, stellt sich zur Wiederwahl. Gegen ihn treten sieben Kandidaten verschiedenster politischer Couleur an. Laut Umfragen hat Correa beste Chancen, die Wahl schon im ersten Wahlgang für sich zu entscheiden, gerechnet wird mit einem Vorsprung von etwa 20 Prozent gegenüber seinen Mitbewerbern. Diese Voraussagen erklären zumindest teilweise die Gleichgültigkeit der Bevölkerung angesichts des Wahlkampfs. Ein weiterer Grund liegt aber auch im derzeit herrschenden politischen System: Der Staat gibt sich als Hüter der Volksinteressen, Bürgerinnen und Bürger erwarten Lösungen von oben, von einem Staat, der sich zwar großzügig zeigt, die Bevölkerung damit aber zu Gleichgültigkeit gegenüber dem Gemeinwesen verleitet und die allgemeine Entpolitisierung der Gesellschaft fördert.

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