Zum Hauptinhalt springen

Publikation : Fünfzig Jahre Einsamkeit

Bei den Wahlen in Kolumbien tritt Rechtsaußen gegen Mitte-Rechts an – eine Ausnahme in Lateinamerika. Standpunkte 9/2014 von Alejandro Mantilla Q.

Wichtige Fakten

Reihe
Standpunkte
Erschienen
Mai 2014
Bestellhinweis
Nur online verfügbar
Zugehörige Dateien

Details

Nach fast zwei Jahrzehnten des Stillstands melden sich in Kolumbien die sozialen Organisationen mit massiven Protesten zurück. 2013 war das Jahr mit den meisten Protestaktionen seit 1975. Anfang Mai 2014 kam es erneut zu einem sogenannten Agrarstreik, das heißt zu landesweiten Straßenblockaden vor allem durch KleinbäuerInnen. Kurz vor den Präsidentschaftswahlen am 25. Mai stehen die Agrarpolitik und die Landfrage, die auch die Friedensverhandlungen mit der FARC in Havanna bestimmt haben, wieder im Zentrum der Auseinandersetzungen. Die Proteste richten sich gegen die Auswirkungen des in den letzten Jahren vertieften neoliberalen Freihandelsmodells, das für mehr Armut auf dem Land sorgt. Präsident Santos liegt in der Wählergunst zwar weit vor allen anderen KandidatInnen, kann aber nur ein Drittel aller Wählerstimmen auf sich vereinigen. Deshalb wird es vermutlich zu einer Stichwahl kommen. Die Linke liegt abgeschlagen auf dem vierten Platz, obwohl ihre Themen die Proteste bestimmen.

Weitere Inhalte zum Thema

Der größte Umbruch seit der Revolution

: Analyse 14.08.2026

Kuba beschließt tiefgreifende wirtschaftliche Reformen. Was bleibt vom Sozialismus?

Die verbindende Partei. Theorie und Praxis

: Verlagskooperation 08/2026

Lateinamerika im Licht der "Donroe-Doktrin", 20 Oktober 2026

: Diskussion/Vortrag

Berlin10:00 Uhr

Reihe: Seniorenklub