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Publikation : Die Bürgerrevolution in Ecuador am Scheideweg

Der von der Correa-Regierung initiierte gesellschaftliche Transformationsprozess verdient kritische Solidarität. Standpunkte 14/2014 von Boaventura De Sousa Santos.

Wichtige Fakten

Reihe
Standpunkte
Erschienen
August 2014
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Seit dem Amtsantritt von Präsident Rafael Correa im Januar 2007 taucht Ecuador immer wieder mit spektakulären Nachrichten in den hiesigen Medien auf. Die Verabschiedung der neuen, überaus fortschrittlichen Verfassung von 2008, der bahnbrechende Vorschlag, das Erdöl des Urwaldgebietes Yasuní im Boden zu belassen, wenn die reichen Länder hierfür finanziell die Verantwortung mittragen, sowie die Unterstützung von Julian Assange, der sich nach wie vor in der ecuadorianischen Botschaft in London aufhält, sind nur einige Beispiele, mit denen sich Rafael Correa als Linker international einen Namen gemacht hat. Doch mittlerweile häufen sich kritische Stimmen, die etwa die primär auf Rohstoffausbeutung ausgerichtete Wirtschaftspolitik des Landes hinterfragen. Erst im Juni dieses Jahres schloss der Andenstaat ein Handelsabkommen mit der Europäischen Union ab, von dem auch Linke befürchten, dass damit eine Entwicklung in Richtung einer alternativen Ökonomie erschwert wird. 

Boaventura de Sousa Santos, portugiesischer Intellektueller und einer der Gründerväter des Weltsozialforums, hat den ecuadorianischen Transformationsprozess von Anfang an intensiv begleitet. Hier zieht er eine Zwischenbilanz des aus seiner Sicht „komplexesten Projektes der lateinamerikanischen Linken“ und fordert zu kritischer Solidarität von außen auf.

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