Zum Hauptinhalt springen

Publikation : Noch konservativ oder schon rechtsradikal?

Der neurechte Antifeminismus der AfD

Wichtige Fakten

Reihe
Standpunkte
Erschienen
August 2016
Bestellhinweis
Nur online verfügbar
Zugehörige Dateien

Details

Es ist eine besorgniserregende Entwicklung: Immer häufiger suchen konservative Gender-Gegner_innen den Schulterschluss mit Akteur_innen der radikalen Rechten. Die Partei Alternative für Deutschland (AfD) balanciert diesbezüglich schon länger auf einem schmalen Grat. Innerparteiliche Machtkämpfe, thematische Heterogenität und bewusste Veruneindeutigung verhinderten bisher eine klare Einordnung der Partei. Mit der Verabschiedung ihres Grundsatzprogramms aber hat die AfD eine Grenze überschritten. Ummantelt von konservativer Rhetorik wird hier aus antifeministischen Familienpolitiken und rassistischer Zuwanderungskritik eine antifeministisch-rassistische Bio- und Bevölkerungspolitik, mit der sich die AfD geschlechter- und familienpolitisch in der Neuen Rechten positioniert. Als solche bringt sie radikal rechte Positionen rhetorisch codiert in den gesamtgesellschaftlichen Diskurs ein und verschiebt so die Grenze des Sagbaren weit nach rechts. Diese Entwicklung muss im zukünftigen Umgang mit der Partei beachtet werden.

Weitere Inhalte zum Thema

Fußball von unten, mit dem linken Fuß

: Hintergrund 09.06.2026

Feministische Kollektive in Mexiko verbinden Fußball mit Protest und Selbstermächtigung

Im Vorkrieg

: Zeitschrift „Luxemburg“ 05/2026

Auf der Suche nach linken antimilitaristischen Strategien

feminist futures II: Feministisch vergesellschaften, 25 September 2026 - 27 September 2026

: Tagung/Konferenz

Bochum

Her mit dem ganzen Leben!