13. Februar 2019 Diskussion/Vortrag Raus aus der Unsichtbarkeit!

Arbeitsrechte als Bedingung einer nachhaltigen Landwirtschaft

Information

Veranstaltungsort

taz Kantine
Friedrichstraße 21
10969 Berlin

Zeit

13.02.2019, 18:00 - 20:00 Uhr

Themenbereiche

Arbeit / Gewerkschaften, Soziale Bewegungen / Organisierung, Globalisierung

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Raus aus der Unsichtbarkeit!

Billiges Essen basiert auf der Ausbeutung von Mensch und Natur. Doch in den Diskussionen zur ländlichen Entwicklung und zur ökologischen Landwirtschaft bleiben die Kämpfe von abhängig Beschäftigten in der Landwirtschaft unsichtbar. Weder in den Diskussionen zur Reform der EU Agrarpolitik 2020, noch in den Debatten zu den Sustainable Development Goals (SDGs) oder dem «Eine Welt ohne Hunger»-Programm der Bundesregierung spielen ihre Forderungen nach menschenwürdigen Löhnen, Arbeits- und Lebensbedingungen eine Rolle.

Landwirtschaft ist nicht nur bäuerlich. Seien es die 300.000 SaisonarbeiterInnen aus Osteuropa, die in Deutschland als «Erntehelfer» auf den Gemüsefeldern schuften oder seien es die halbe Milliarde LandarbeiterInnen weltweit. Wenn «Entwicklung» Ausbeutung und Armut beenden soll, muss sie bei diesen AkteurInnen ansetzen. Welche Lösungen kommen von Gewerkschaften selbst, und wie können sie von Politik und Zivilgesellschaft unterstützt werden. Wieviel «Biss» haben die ILO Konventionen zur Landwirtschaft , die von Gewerkschaften verhandelt wurden? Wie funktioniert (transnationale) Organisierung im ländlichen Raum konkret? Wie sehen Protestrepertoires und Interventionen aus? Welches Potential haben Transformationskonzepte wie Agrarökologie und Ernährungssouveränität aus Sicht von LandarbeiterInnen?

Mit dabei:

  • Richer Mudenda, Generalsekretär der Zambia National Union of Plantation, Agriculture and Allied Workers (NUPAAW)
  • Sarah Kuschel, Fachreferentin Forst und Agrar IG BAU
  • Elvis Beytullayev, Koordinator «Decent Work in the Rural Economy» der UN Arbeitsorganisation ILO
  • Eva-Maria Schreiber, Bundestagsabgeordnete DIE LINKE
  • Benjamin Luig, Koordinator des Dialogprogramms Ernährungssouveränität, Rosa-Luxemburg Stiftung

Die Veranstaltung findet auf Deutsch und Englisch statt.

Standort

Kontakt

Carola Franz

Projektmanagerin für das Büro Genf, Rosa-Luxemburg-Stiftung

Telefon: +49 (0)30 44310-144