14. Juni 2017 Diskussion/Vortrag Rojava – Revolution im Norden Syriens

mit Anja Flach, Ethnologin, Informationsstelle Kurdistan, Hamburg

Information

Veranstaltungsort

Roter Salon Gertraudenhospital
Scharnhorststraße 1
39576 Stendal

Zeit

14.06.2017, 18:00 - 21:00 Uhr

Themenbereiche

Ungleichheit / Soziale Kämpfe

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Rojava – Revolution im Norden Syriens

mit Anja Flach, Ethnologin, Informationsstelle Kurdistan, Hamburg

Roter Salon, Gertraudenhospital, Scharnhorststraße 2, 39576 Stendal

Seit 2012 ist die kurdische Region im Norden Syriens – Rojava - unter Selbstverwaltung der dortigen Bevölkerung. Eine progressive Massenbewegung konnte die Assad-Truppen verdrängen,
weite Teile der Regierungsverwaltung und Infrastruktur ersetzen und sich gegen die islamistischen Gruppen behaupten. In Rojava wird durch Selbstorganisation und Basisdemokratie eine gesellschaftliche Alternative praktiziert: Rätestrukturen fördern die Mitbestimmung der Bevölkerung, die Produktion von Nahrungsmitteln ist kollektiviert und auch die vollständige Teilhabe von allen nicht-kurdischen Bevölkerungsteilen wurde ermöglicht. Rojava ist damit in Beispiel für eine fortschrittliche und solidarische Entwicklung in einem zunehmend militarisierten Konflikt. Vor allem ist Rojava auch eine Revolution der Frauen. Wie bisher in keiner anderen Revolution im Mittleren Osten ist die Rolle der Frau grundlegend umgewälzt worden.

Anja Flach hat ihre Erfahrungen als Internationalistin in den Reihen der der PKK in dem Buch Jiyaneke din – ein anderes Leben. Zwei Jahre bei der kurdischen Frauenarmee, Köln 2003, verarbeitet. Von ihr ist zudem erschienen: Frauen in der kurdischen Guerilla. Köln 2007.

Standort