25. März 2021 Diskussion/Vortrag Corona und kein Ende?

Soziale Folgen der Pandemie-Bekämpfungsmaßnahmen

Information

Veranstaltungsort

Online

Zeit

25.03.2021, 19:00 - 20:30 Uhr

Themenbereiche

Wirtschafts- / Sozialpolitik

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Onlineveranstaltung mit Prof. Dr. Christoph Butterwegge

Nach einem Jahr Pandemie sind die Infektionszahlen weiterhin relativ hoch und mit neuen Mutationen wird das Corona-Virus noch unberechenbarer. Auch wenn die staatlichen Infektionsschutzmaßnahmen dazu beigetragen haben, dass die Ausbreitung des Virus sich verlangsamte und das kaputtgesparte Gesundheitswesen vor Überlastung bewahrt werden konnte, sind die Folgen der Gegenmaßnahmen, insbesondere die sozialen, sowie die staatlichen Finanzhilfen sehr ungleich verteilt. Gerade Beschäftigte der unteren Lohngruppen empfinden den Lockdown als unsolidarisch, da sie in der Regel nicht im Homeoffice arbeiten können, das Kurzarbeiter- oder Arbeitslosengeld bei Geringverdienern den Lebensunterhalt nicht absichert, sie gezwungen sind, öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen, die für zusätzliches Ansteckungspotential sorgen.

 

Es steht außer Frage, dass prekäre Arbeitsverhältnisse sowie beengte Wohn- und von Armutsbelastungen geprägte Lebensverhältnisse sich zu einer Mehrfachbelastung kumulieren. Aber auch die Gastronomie, die Kreativbranche, Teile des Einzelhandels und des Dienstleistungsgewerbes sind von den wirtschaftlichen Folgen des Lockdowns stark betroffen. Das gilt für die Beschäftigten wie die Eigentümer gleichermaßen. Ein Blick auf die Verschärfung der Ungleichheit in der Corona-Krise ist deshalb dringend vonnöten, um die besonders belasteten Bevölkerungsgruppen und die soziostrukturellen Bedingungen der Pandemie richtig erkennen zu können.

 

Um weitere finanzielle Einbußen zu verhindern und längerfristig ein Abwälzen der Krisenlast auf die unteren und mittleren Einkommensschichten zu verhindern, muss aber auch gefragt werden, wer die Gewinner sind, wie sie an den Kosten beteiligt werden müssen, wie finanzielle Hilfen und Investitionen in gesellschaftliche Infrastruktur aussehen müssten.

Als Referent und als Gesprächspartner konnten wir den bekannten Armuts- und Reichtumsforscher Prof. Dr. Christoph Butterwegge gewinnen. Im Vorfeld der Veranstaltung werden wir versuchen, mit Menschen aus Kassel kurze Videointerviews zu führen und diese O-Töne in die Veranstaltung einzubauen.

 

Prof. Dr. Christoph Butterwegge hat bis 2016 Politikwissenschaft an der Universität zu Köln gelehrt. 2017 war er Kandidat der LINKEN bei der Bundespräsidentenwahl. Er setzt sich intensiv mit den Themen Globalisierung, Neoliberalismus, Sozialstaat und Armut, Rechtspopulismus und dem demografischen Wandel auseinander.

Christoph Butterwegge ist Autor von »Ungleichheit in der Klassengesellschaft« Köln 2020. Hier finden Sie weitere Informationen: https://shop.papyrossa.de/Butterwegge-Christoph-Ungleichheitund »Die zerrissene Republik. Wirtschaftliche, soziale und politische Ungleichheit in Deutschland«, 2.Auflage 2020, Beltz Juventa und zeitgleich als Band 10537 in der Schriftenreihe der Bundeszentrale für politische Bildung erschienen: https://www.beltz.de/fachmedien/sozialpaedagogik_soziale_arbeit/buecher/produkt_produktdetails/43935-die_zerrissene_republik.html

 

Hinweis:

Die Veranstaltung findet als Videovortrag über die Plattform Zoom-Meeting statt. Die App kann für verschiedene Betriebssysteme und Endgeräte kostenlos übers Internet bezogen werden. Bei Interesse schreiben Sie uns bitte per E-Mail unter hessen@rosalux.de . Sie bekommen dann einen Link, den Sie für die Teilnahme an der Veranstaltung benötigen. Nach dem Vortrag können Sie vom Moderator das Wort erhalten und sich so an der Diskussion beteiligen.

 

Videokonferenz und Datenschutz:

Zu diversen Anbietern von Videokonferenzplattformen gibt es verschiedentlich Meldungen über Sicherheitslücken und lückenhaften Datenschutz. Im Hinblick der Nutzung der Videoplattform Zoom für unser Angebot verweisen wir hier auf die Datenschutzrichtlinie des Unternehmens: https://zoom.us/de-de/privacy.html

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass die gesamte Veranstaltung aufgezeichnet und nach Bearbeitung auf unserem YouTube-Kanal veröffentlicht wird.

Kontakt

Rosa-Luxemburg-Stiftung Hessen

Telefon: 069 27135977