Autor Bernd-Peter Lange im Gespräch mit Paul Werner Wagner
Der Berliner Arzt und antifaschistische Widerstandskämpfer Georg Benjamin (1895–1942) stand lange im Schatten seines Bruders Walter Benjamin und seiner Frau Hilde Benjamin. Als Sohn einer wohlhabenden jüdischen bürgerlichen Familie aus dem Berliner Westen wandte sich Georg Benjamin nach seinem freiwilligen Wehrdienst im Ersten Weltkrieg bald der Arbeiterbewegung zu. Noch während seines Medizinstudiums ließ er sich im Berliner Arbeiterbezirk Wedding nieder und wirkte dort als Sozialmediziner und Stadtschularzt sowie als Bezirkspolitiker für die KPD. Schach spielte in der Familie Benjamin eine wichtige Rolle. Am Schachbrett maßen die Brüder Walter und Georg immer wieder ihre Kräfte und schärften dabei ihren Verstand.
Georg Benjamins Widerstand gegen die Nationalsozialisten führte zu langer Inhaftierung; 1942 wurde er im KZ Mauthausen ermordet.
Prof. Dr. Bernd-Peter Lange gab in der Reihe «Wedding-Bücher» eine Biografie von Georg Benjamin heraus. Darin beleuchtet er die Lebensumstände der bürgerlich geprägten Persönlichkeit in einem proletarischen Umfeld, deren vielfältigen Kampf für die Verbesserung der sozialen Lage der Bevölkerung und die politischen Auseinandersetzungen im linken Spektrum der zwanziger und dreißiger Jahre.
Georg Benjamin
Ein bürgerlicher Revolutionär im roten Wedding
Band 3 der Reihe «Wedding-Bücher»
197 Seiten mit Abbildungen
ISBN 978-3-946327-17-2
15 Euro
Verlag Walter Frey, 2019
In Kooperation mit der Emanuel Lasker Gesellschaft https://lasker-gesellschaft.de/ und der Friedrich-Wolf-Gesellschaft http://www.friedrichwolf.de/.
Im Rahmen der Ausstellung «Stolpersteine in Berlin» vom 27. Januar bis 26. Februar 2020.
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Kontakt
Anika Taschke
Stellv. Bereichsleiterin Zentrum Gesellschaftsanalyse und politische Bildung / Referentin Neonazismus, Rosa-Luxemburg-Stiftung
E-Mail: anika.taschke@rosalux.org
Telefon: +49 3044 310 151