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18. Juli 2017: Diskussion/Vortrag : Deglobalisierung als Chance?

Wichtige Fakten

Veranstaltungsort

Rosa-Luxemburg-Stiftung
Salon
Franz-Mehring-Platz 1
10243 Berlin

Zeit
18.07.2017, 18:00 - 20:00 Uhr
Themenbereiche
Globalisierung, Demokratischer Sozialismus, Gesellschaftstheorie, Kapitalismusanalyse, Sozialökologischer Umbau, Stadt / Kommune / Region, Wirtschafts- / Sozialpolitik
Zugeordnete Dateien

Beschreibung

Auf dem G20-Gipfel in Hamburg wurde ein fragiler Kompromiss zum Freihandel gefunden. Auch US-Präsident Trump bekannte sich zu dem Prinzip, nachdem er zuletzt stark mit Wirtschaftsprotektionismus geliebäugelt hatte. Jahrzehntelang wurde mit der Forderung nach «freien Märkten» auch das Versprechen von wirtschaftlicher Entwicklung im globalen Süden verbunden. Der Globalisierungskritiker Walden Bello hat gegen diese Doktrin des Neoliberalismus das Konzept der Deglobalisierung entworfen.

Auch Karl Polanyi sah in universellen, vermeintlich selbstregulierten Märkten, insbesondere globalen Finanzmärkten, die zentrale Ursache der Verwerfungen der 1930er Jahre: Krieg und Faschismus. Welches Potential für konstruktive internationale Zusammenarbeit hätte es, wenn bestimmte Formen von Globalisierung – Steueroasen, Handelsabkommen wie TTIP und deregulierte Finanzmärkte – zurückgenommen werden?

Andreas Novy im Gespräch mit Barbara Unmüßig (Vorstand Heinrich-Böll-Stiftung) und Judith Dellheim (Rosa-Luxemburg-Stiftung).
Moderation: Michael Brie (Rosa-Luxemburg-Stiftung).

Andreas Novy leitet das Institute for Multi-Level Governance and Development an der Wirtschaftsuniversität Wien und ist Obmann der Grünen Bildungswerkstatt. Forschungsschwerpunkte sind sozialökologische Transformation und lokale soziale Innovationen. Er skizziert Wege selektiver wirtschaftlicher Deglobalisierung als Perspektive einer gesellschaftlichen Transformation und als Alternative zu Abkommen wie TTIP und Steueroasen.

 

Standort

Kontakt

Uta Tackenberg

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