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5. November 2023: Buchvorstellung : Pogrom im Scheunenviertel

Eine Buchvorstellung zu Antisemitismus in der Weimarer Republik und die Berliner Ausschreitungen

Wichtige Fakten

Veranstaltungsort

Volksbühne, Roter Salon
Rosa-Luxemburg-Platz
10178 Berlin

Zeit
05.11.2023, 17:00 - 19:00 Uhr
Themenbereiche
Erinnerungspolitik / Antifaschismus
Zugeordnete Dateien

Beschreibung

Pogrom im Scheunenviertel

In den Straßen nördlich des Berliner Alexanderplatzes, im sogenannten Scheunenviertel, fand im November 1923 ein Pogrom gegen die jüdische Bevölkerung statt. Vor allem in der Grenadierstraße konnte der Mob ungestört wüten, verletzen und plündern. Der gewaltvolle deutsche Antisemitismus hat eine lange Vorgeschichte. Bereits im «demokratischen» Preußen gibt es erste Internierungslager und einen Berliner Polizeipräsidenten, der von einer «Ostjudenplage» spricht und dementsprechend handelt.

In seinem kürzlich vom Aktiven Museum im Berliner Verbrecher Verlag herausgegebenen Buch untersucht Karsten Krampitz, wie im Krisenjahr 1923 die verbale Gewalt nach und nach in eine physische umschlägt. Dabei fragt er, warum die judenfeindlichen Ausschreitungen der Weimarer Demokratie heute so gut wie vergessen sind. Die Juden und Jüdinnen der Grenadierstraße waren nach Amerika oder Palästina weitergezogen oder nach Auschwitz deportiert und ermordet worden. Ihre Erinnerung an das Pogrom im November 1923 haben sie zwar mitgenommen, in diesem Buch aber kommen einige von ihnen zu Wort. Die damals angefertigten Opferprotokolle werden nun erstmals publiziert.

  • Buchvorstellung mit Karsten Krampitz und dem Rabbiner Walter Rothschild, moderiert von Gesa Ufer (Radio Eins).
  • Musikalisch umrahmt von der Band FOLKADU: Ihre Kombination aus Gesang, Oud, Akkordeon und Trompete schafft einen Klang, der Traditionelles mit Zeitgenössischem verbindet und verschiedenste Facetten jüdischer Musik zeigt. Mit einem Repertoire, das sowohl bekannte als auch vergessene Kompositionen und Gedichte in hebräisch, jiddisch und Ladino umfasst, baut FOLKADU eine musikalische Brücke zwischen dem Orient und Okzident und fördert dabei ein kulturelles Verständnis, das zeitlos und zugleich höchst aktuell ist.

Veranstaltung in Kooperation mit dem Aktiven Museum, dem Institut Neue Impulse und der Berliner Volksbühne.

Standort

Kontakt

Dr. Uwe Sonnenberg

Referent für Zeitgeschichte und Geschichtspolitik, Rosa-Luxemburg-Stiftung

Telefon: +49 30 44310 425

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