27. Juni 2022 Ausstellung/Kultur «Was ich anhatte…»

Wanderausstellung zum Thema sexualisierte Gewalt gegen Frauen

Information

Veranstaltungsort

Berswordt-Halle
Südwall 2-4
44122 Dortmund

Zeit

27.06.2022, 17:00 - 11.07.2022, 17:00 Uhr

Themenbereiche

Geschlechterverhältnisse, Kommunikation / Öffentlichkeit

Zugeordnete Dateien

«Was ich anhatte…»

Angela, Leila, Caro, Franca… – die Frauen sind unterschiedlich alt, leben an verschiedenen Orten und ihre Namen sind geändert, doch sie haben eines gemeinsam: Erfahrungen mit sexualisierter Gewalt.

Für das Thema möchte die Wanderausstellung «Was ich anhatte…» sensibilisieren und mobilisieren. Die Geschichten von zwölf Frauen, die sexualisierte Gewalt erfahren haben, werden in der Ausstellung durch ihre getragene Kleidung anonym erzählt.

«Frauen werden nicht vergewaltigt, weil sie einen Minirock tragen.»
– Beatrix Wilmes, Initiatorin der Ausstellung

Weder ihre Kleidung noch ihr Verhalten tragen Schuld an einer solchen Gewalttat. Doch oft kommt es zu einer Täter-Opfer-Verkehrung, auch victim blaming genannt. Auf diese falsche Opferschuld will die Ausstellung hinweisen.

Die Installation besteht aus Kleidungsstücken und den dazugehörigen Geschichten der Frauen. Exponate der Ausstellung sind größtenteils die Original-Kleidung der Frauen. Wenn diese nicht mehr existierte, wurde sie originalgetreu in Secondhand-Läden nachgekauft. Die jeweiligen Berichte geben Einblicke in die Gedanken und Gefühle der Betroffenen und ihren Weg der Verarbeitung.

Die Motivation der teilnehmenden Frauen ist: Sie wollen nicht darüber schweigen, sondern anderen Überlebenden Mut machen.

Gefördert von der Rosa-Luxemburg-Stiftung ist die Ausstellung in verschiedenen Orten in NRW zu sehen.

Öffnungszeiten:
Das Gleichstellungsbüro der Stadt Dortmund zeigt in Kooperation mit  Soroptimist International Club Dortmund diese Ausstellung anlässlich des 25. Jahrestages der Gesetzgebung „Vergewaltigung in der Ehe als Straftatbestand“ am 1. Juli. Die Ausstellung ist in einem Schaufenster der Berswordt-Halle zu sehen. Für die Ausstellung ist keine Anmeldung erforderlich. Der Eintritt ist frei.
Barrierefreiheit: ja

Vernissage:
Am 27. Juni um 17 Uhr wird die Ausstellung mit einer Vernissage eröffnet. Geplant ist ein Sektempfang, eine Filmpräsentation und ein Podiumsgespräch mit der Kuratorin Beatrix Wilmessowie Vertreterinnen der Frauenberatungsstelle Dortmund, des Frauenhauses Dortmund sowie der Opferschutzbeauftragte der Polizei Dortmund. Eine Anmeldung zur Vernissage ist erforderlich: gleichstellungsbuero@stadtdo.de
Weitere Informationen im Flyer (pdf) der Organisator*innen.

Weitere Termine:
13.08.‒27.08. Beckum – Kulturbahnhof, Bahnhofplatz 1, 59269 Beckum
17.10.‒30.10. Mülheim – Hochschule Ruhr West, Duisburger Str. 100, 45479 Mülheim an der Ruhr
18.11.‒05.12. Bonn – Stadthaus, Berliner Platz 2, 53111 Bonn
25.11.‒15.12. Rheinisch-Bergischer Kreis (in Planung: Wermelskirchen, Kattwinkelsche Fabrik; Rösrath, Schloss Eulenbroich; Bergisch Gladbach)

Der Besuch der Ausstellung kann aufwühlen. Flyer von Frauenberatungsstellen und Frauennotrufen liegen aus. Ebenso die Telefonnummer 08000 116 016 des bundesweiten Hilfetelefons Gewalt gegen Frauen.

Standort

Kontakt

Rosa-Luxemburg-Stiftung Nordrhein-Westfalen

Telefon: 0203 3177392