15. Oktober 2018 Diskussion/Vortrag Das Bauhaus und die umkämpfte Moderne in Thüringen

Vortrag von Prof. Dr. Benjamin Hoff, Eröffnung der Reihe Bauhaus Lectures

Information

Veranstaltungsort

Bauhaus-Universität Weimar
Audimax
Steubenstr. 6
99423 Weimar

Zeit

15.10.2018, 15:00 - 17:00 Uhr

Themenbereiche

Stadt / Kommune / Region, Kunst / Performance

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Das Bauhaus und die umkämpfte Moderne in Thüringen
Baustelle Neues Bauhaus Museum Weimar CC BY-NC 2.0, Alexander Rutz/flickr

Kaum ein Jubiläum wirft bereits im Vorfeld so lange Schatten voraus, wie Bauhaus 100. Der Deutsche Bundestag konstatierte 2015 exportweltmeisterlich: «Das Bauhaus gehört der Welt, aber es kommt aus Deutschland und ist einer der erfolgreichsten Exportartikel unserer Kulturgeschichte.» (Linke und Bündnisgrüne enthielten sich). Mit dem Bundestagsbeschluss im Rücken wurde der Bauhaus Verbund 2019 geschaffen, in Weimar, Dessau und Berlin werden drei neue Bauhaus-Museen errichtet.

«bauhaus imaginista» verlässt den nationalen Rahmen und versteht Moderne als kosmopolitisches Projekt, das durch transkulturellen Austausch entstanden ist und bis heute weiterwirkt. Mit den Bauhaus Lectures möchten das Bauhaus-Institut in Weimar und die Hermann-Henselmann-Stiftung Forschungsergebnisse zur Real- und Rezeptionsgeschichte des Bauhaus vorstellen. Die Moderne braucht neue Wege aus dem Dilemma von Reform und Revolution. Die Bauhaus-Geschichte ist hierfür reich an Anregungen.

Die Reihe «Bauhaus Lectures» startet am 15. Oktober mit dem Vortrag «Das Bauhaus und die umkämpfte Moderne in Thüringen». von Prof. Dr. Benjamin-Immanuel Hoff, Minister für Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten in Thüringen. Das Bauhaus war in Thüringen stets umkämpft. Die Einbettung des neuen Weimarer Bauhaus-Museums am ehemaligen «Gauforum» in das Projekt «Topographie der Moderne» trägt dem Anspruch Rechnung, das Bauhaus nicht auf einen stylischen Markenartikel «Made in Germany» zu reduzieren und massenkultur-touristisch zu musealisieren. Vielmehr gilt es, das Bauhaus in seiner Vielfalt und Ambivalenz sowie in seiner gesellschaftlichen Verortung zu erfassen und in diesem Sinne die es tragende Frage «Wie wollen wir leben?» stets neu zu stellen und zu beantworten.

Bis zum Juni 2019 finden zehn weitere Vorträge in Weimar und Berlin statt, weitere Informationen dazu im Programmfolder (siehe oben). Die Reihe wird veranstaltet von der Bauhaus-Universität Weimar, Institut für Geschichte und Theorie der Architektur und Planung, sowie der Hermann-Henselmann-Stiftung mit Unterstützung der Rosa-Luxemburg-Stiftung.

Standort

Kontakt

Stefan Thimmel

Referent für Wohnungs- und Stadtpolitik / Hermann-Henselmann-Stiftung, Rosa-Luxemburg-Stiftung

Telefon: (030) 44310-434