20. September 2018 Tagung/Konferenz Zusammen gegen Mietenwahnsinn

Für eine Politik, die Wohnraum für alle schafft

Information

Veranstaltungsort

Umweltforum Berlin, Auferstehungskirche
Pufendorfstraße 11
10249 Berlin

Zeit

20.09.2018, 10:00 - 19:30 Uhr

Themenbereiche

Soziale Bewegungen / Organisierung, Commons / Soziale Infrastruktur, Stadt / Kommune / Region, Wohnen

Zugeordnete Dateien

Alternativer Wohngipfel 2018:
Gemeinsam gegen Spaltung, Verdrängung und Wohnungslosigkeit – bezahlbarer Wohnraum für alle statt mehr Rendite für wenige.

«Es geht nur mit uns!»

Die Bundesregierung wird unter der Schirmherr­­schaft von Bundeskanzlerin Angela Merkel am 21. September 2018 im Kanzleramt einen Wohngipfel abhalten. Die Koalitions­vereinbarung von CDU/CSU und SPD sowie der jüngste Gesetz­­­­entwurf von Justizministerin Katarina Barley lassen vermuten, dass auf dem Wohn­gipfel der Bundesregierung den Interessen, Bedürfnissen und Sorgen von Mieter*innen und Wohnungssuchenden nicht angemessen Rechnung getragen wird. Die Maßnahmen der großen Koalition gehen in die falsche Richtung oder sind reine Placebos. Stattdessen wird die Wohnungs-, Bau- und Immo­bilienwirtschaft bedient, den Boden- und Immobilienspekulanten von staatlicher Seite weiterhin das Feld bestellt.

Wir stellen dem Regierungsgipfel einen «Alternativen Wohngipfel» als «echten» Gipfel der in Deutschland wohnenden und wohnungsbedürftigen Menschen entgegen.

Die Wohnung ist der Lebensmittelpunkt der Menschen. Sie ist unverzichtbarer Bestandteil eines würdevollen Lebens und eine Voraussetzung für eine selbstbestimmte Lebensgestaltung. Wer die Sicherheit des Wohnens bedroht, missachtet die Würde der Menschen. Dies meint sowohl den Schutz von bezahlbarem Wohnraum in Städten sowie passendem Wohnraum in strukturschwachen Regionen. Wohnungen, Häuser und innerstädtischer Boden sind vielfach der Spekulation auf hohe Renditen ausgeliefert. Das weltweit agierende Finanzkapital nutzt die deutschen Wohnungsmärkte als Anlageort und setzt Maßstäbe der Verwertung. Menschen werden aus ihren Kiezen, Stadtteilen, aus den Innenstädten sowie aus ihren Lebensverhältnissen verdrängt. Das muss ein Ende haben.

Lösungen und Antworten auf den #Mietenwahnsinn gibt es viele:

  • Der besonderen Bedeutung des Wohnens muss Geltung verschafft werden
  • Die Grundbedürfnisse der Menschen dürfen nicht dem „freien Spiel des Marktes“ ausgesetzt sein
  • Armutsrisiken müssen beseitigt werden – die fortschreitende Spaltung der Gesellschaft soll verhindert werden
  • Gutes, preisgünstiges und sicheres Wohnen ist Aufgabe der Politik sowie gesamtgesellschaftliches Ziel
  • Die Verantwortung gemäß Art 14 Abs 2. und Art. 15 im Grundgesetz soll eingefordert werden
  • Gemeinwohlorientierung, Selbstorganisation bzw. Mitbestimmung müssen gefördert werden
  • Die Renditen von Investoren und Unternehmen müssen beschränkt werden

Dem Wohngipfel der Bundesregierung setzen wir unseren ›Alternativen Wohngipfel‹ entgegen! Wir wollen mit einer breiten Beteiligung von Initiativen, Verbänden, Vereinen und Gewerkschaften aus ganz Deutschland Lösungen und Forderungen diskutieren zu den Themen:

  • Mietrecht neu denken
  • Planung für unten
  • Wohnen für alle
  • Gemeinwohl und neue Akteure
  • Spekulation beenden

Und in drei Extra-Workshops über:

  • Die Macht der bau- und wohnungswirtschaftlichen Verbände,
  • Ein neues Mietrecht für Kleingewerbe und soziale Einrichtungen
  • Möglichkeiten einer solidarischen Widerstandsbewegung von Mieter*innen

Der «Alternative Wohngipfel» wird finanziell von der Rosa-Luxemburg-Stiftung unterstützt. 

Mehr Informationen und Programm: mietenwahnsinn.info/wohngipfel-2018/

Standort

Kontakt

Stefan Thimmel

Referent für Wohnungs- und Stadtpolitik / Hermann-Henselmann-Stiftung, Rosa-Luxemburg-Stiftung

Telefon: (030) 44310-434