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Nachricht , : Bewegung im Fall Olaolu

Ukrainischer Schriftsteller Serhiy Zhadan verurteilt Rassismus in der Ukraine und die ukrainische Justiz

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Der ukrainische Schriftsteller Serhiy Zhadan (Preisträger des Hubert Burda Preises für junge Lyrik 2006, zuletzt "Die Erfindung des Jazz im Donbass" - 2012, Suhrkamp Verlag) hat Alarm geschlagen im Fall Olaolu Femi.

Der Nigerianer Femi sitzt seit über einem Jahr in der ostukrainischen Stadt Luhansk in Untersuchungshaft, wo er wegen versuchten Mordes angeklagt ist. (Die Stiftung berichtete bereits - "Der Fall Olaolu Femi in der Ukraine" )

Allen Anzeichen nach ist Femi unschuldig und hat sich nur in Notwehr verteidigt, als er von vier Männern, die ihn zuvor rassistisch beleidigt hatten, angegriffen wurde.

Serhiy Zhadan zeigte seine Unterstützung für Olaolu Femi im Februar bei den Konzerten seiner Band "Hunde im Weltall", wo er mit einem Banner mit der Aufschrift "Free Olaolu" protestierte. Außerdem schrieb er für das ukrainische Nachrichtenportal www.tsn.ua einen kritischen Kommentar mit dem Titel "Zugang nur für Weiße", in dem er auf die wachsende Fremdenfeindlichkeit in der Ukraine und die korrupte und parteiische Justiz verweist.

Die nächste Gerichtsverhandlung in dem Fall findet heute (06.03.2013) in Luhansk statt.

Bereits zuvor hatte der Fall Olaolu Femi Beunruhigung bei Menschenrechtlern sowohl in der Ukraine als auch im Ausland ausgelöst. Mehrere bekannte ukrainische Menschenrechtler haben zur Unterstützung des Angeklagten die Initiative "Gerechtigkeit für Olaolu Femi" gegründet und Dutzende Proteste und Aktionen vor der Staatsanwaltschaft in Luhansk, Kiew und Simferopol durchgeführt.

PRAVO. Berlin Group for Human Rights in Ukraine hat in dem Fall die Informationsarbeit für Deutschland übernommen und sammelt außerdem Spenden für den Nigerianer. Für weitere Informationen steht Ihnen Oleksandra Bienert (oleksandra.bienert at gmx.de) von PRAVO gerne zur Verfügung.

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