Publikation Ungleichheit / Soziale Kämpfe - Gesellschaftstheorie Werte und Wertkritik.

Ökonomische und philosophische Dimensionen.

Information

Erschienen

Januar 2008

Rohrbacher Manuskripte. Heft 14

87 S.

Kostenbeitrag: 9,80 €, Mitglieder 6,00 €

Enthält:
Kurt Reiprich: Vorwort. S. 5-6. – Michael Brie: Sozialismus und Eigentum. Thesen in der Diskussion. S. 7-16. – Wolfgang Methling: Opposition mit Herz und Verstand. S. 17-25. – Rudolf Rochhausen: Kant und die Wissenschaft. S. 26-42. – Sabine Nuss: Vom Wert geistig-kreativer Arbeit (Mein Bit, Dein Bit. Bit ist für uns alle da?). S. 43-52. – Gotthard Klose: Neue Entwicklungen in der Kernreaktortechnik. S. 53-61. – Reinhold Krampitz: Linke Wissenschaftspolitik, weil’s vernünftig ist – gemachte Innovation zu optimierter Evoltion. S. 62-80. – Janina Petri: Jugendliche, Medien und Identitätskonstruktion. S. 81-86. – Anschriften der Autoren. S. 87.

Vorwort:
Das vorliegende Heft enthält das Protokoll des 14. Kolloquiums des »Rohrbacher Kreises«, welches vom 4. bis 6.5.2007 in Dahlen stattfand, sowie Vorträge, die, angeregt durch diese Veranstaltung, im Herbst 2007 gehalten wurden. Das Thema dieses Kolloquiums war »Werte und Wertkritik. Ökonomische und philosophische Dimensionen«. Unter diesem Motto wurde über zwei Schwerpunkte gesprochen:
 

  •  Die programmatische Debatte der Linken.
  •  Zu aktuellen naturwissenschaftlichen und technischen Entwicklungen.

Zum ersten Schwerpunkt legten Prof. Dr. M. Brie Überlegungen über die programmatische Debatte in der Linkspartei dar, Prof. Dr. W. Methling sprach über das Wirken der Fraktion Die Linke im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern.
Beide Vorträge sind im Grunde Beiträge zur Diskussion, über die durch das Gründungsdokument der Partei Die Linke aufgefordert wurde. (Vgl. Programmatische Eckpunkte – Programmatisches Gründungsdokument der Partei Die Linke. 24. und 25. März 2007 in Dortmund.) Im Zentrum der Überlegungen von M. Brie standen folglich Gedanken zu den Strategieanforderungen als Grundlage eigenständiger linker Projekte, die zugleich die Möglichkeit für konstruktive linke Bündnisse eröffnen. Diese Konzeption widerspiegelt sich in seinem hier gedruckten Vortrag über Sozialismus und Eigentum. W. Methling ging in seinem Vortrag über die Gestaltung linker Opposition ebenfalls mit der Darstellung des »strategischen Dreiecks« von diesem Startpunkt aus und zeigt in seinem Vortrag, wie in der Praxis der politischen Arbeit der Fraktion Die Linke für die Gestaltung des Bildungswesens, für Umweltpolitik und Projekte zur Energiepolitik um die Durchsetzung konstruktiver Oppositionspolitik gerungen werden kann. Diese Fragen standen im Mittelpunkt der nachfolgenden Aussprache zu den beiden Vorträgen und nachfolgender Kolloquia, die im Herbst 2007 in Leipzig durchgeführt wurden.
Der zweite Teil der Dahlener Tagung wurde durch Vorträge und Diskussionen zur Wissenschaftsentwicklung bestimmt. Rudolf Rochhausen gab hierfür mit seinem Vortrag »Kant und die Wissenschaft« die entscheidende theoretische Grundlage, welche auch für die 15. Tagung des »Rohrbacher Kreises« Gültigkeit besitzt. Der Vortragende geht von der Überlegung aus, dass »das philosophische Denken eine Wurzel in der Natur des Menschen hat ... über das in der realen Erfahrung Gegebene hinaus zu denken«. Dieser Standpunkt durchzieht alle weiteren Vorträge, die sich darum bemühen, neue wissenschaftliche Erkenntnisse vorzustellen, damit wir sie danach befragen, welche Möglichkeiten sich durch naturwissenschaftliche und technische Erkenntnisse für uns ergeben. Das gilt ebenso für den hier gedruckten Vortrag von G. Klose über Kernreaktoren der neuen Generation, wie den von G. Czisch über Konzepte für eine nachhaltige Energieversorgung und für den Beitrag von Franziska Müller-Langer, welche über den Status und die Perspektive von energetischer Biomassenutzung in Deutschland sprach.
Vorträge und Diskussion mündeten in zwei Überlegungen, die nach den sozialen Bedingungen und den Konsequenzen für Wissenschafts- und Technikentwicklung in unserer Zeit fragten. Unter diesem Gesichtspunkt untersuchte S. Nuss in ihrem Beitrag [...] ausgehend von der marxistischen Soziallehre und politischen Ökonomie Konsequenzen, die sich für das heutige Verständnis der Funktion geistiger Arbeit ergeben. R. Krampitz beschäftigt sich in seinem Beitrag [...] mit Konsequenzen und Problemen, die sich aus der Einheit von theoretischen Überlegungen und praktischen Erfahrungen eines Unternehmers ergeben, dessen Tätigkeitsfeld Entwicklung und Anwendung neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse ist [...]