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Publikation : Selbstverwaltet und solidarisch wohnen

Genossenschaften und ihre Bedeutung für eine gemeinwohlorientierte Wohnungspolitik

Wichtige Fakten

Reihe
Buch/ Broschur
Erschienen
Juli 2021
Bestellhinweis
Bestellbar

Details

Welchen Beitrag leisten Genossenschaften zur gesellschaftlichen Transformation? Sind sie ein Baustein im Prozess hin zur Überwindung kapitalistischer Verhältnisse? Ein „dritter Weg“ zwischen Privateigentum und Vergesellschaftung? Oder sind sie Wohlfühlinseln, die die Verhältnisse stabilisieren, anstatt sie zu verändern? […]

Der erste Teil – Kapitel 1 bis 3 – beschreibt, welche Prozesse in den vergangenen Jahrzehnten dazu beigetragen haben, dass sich viele Genossenschaften von ihrer Ursprungsidee entfernt haben. Im zweiten Teil – Kapitel 4 bis 6 – fragen wir, worin trotz alledem die Potenziale der Genossenschaften bestehen und welche Rahmenbedingungen nötig sind, damit ihre gemeinwirtschaftliche Funktion wieder zum Tragen kommen kann. Eines ist dabei klar: Diese Veränderungen können nicht „von oben“ verordnet werden, sondern müssen durch aktive Mitglieder in den Genossenschaften und auf der Straße – gemeinsam mit den stadtpolitischen Initiativen – erkämpft werden. Besonders wichtig ist uns darum der abschließende Teil, in dem wir Hilfestellungen geben wollen, wie Mitglieder in Genossenschaften aktiv werden können (Kapitel 7). (Aus dem Vorwort)

Zu den Autor*innen

DIE GENOSSENSCHAFTER*INNEN sind Mitglieder verschiedener Berliner Wohnungsgenossenschaften, die sich im Zuge der mietenpolitischen Auseinandersetzungen im Februar 2020 zusammengeschlossen haben. Die Initiative will Genossenschaftsmitglieder aktivieren, Hindernisse, die einem wohnungspolitischen Engagement von Genossenschaften im Weg stehen, abbauen, die genossenschaftliche Demokratie und Mitbestimmung stärken und zu einer Verbreitung des Genossenschaftsgedankens beitragen. DIE GENOSSENSCHAFTER*INNEN veranstalten den „Alternativen Genossenschaftstag“ und informieren auf der Webseite www.genossenschafter-innen.de über die Genossenschaftsbewegung und einzelne Genossenschaften.

Wir haben diese Broschüre gemeinschaftlich verfasst und uns dagegen entschieden, einzelne Abschnitte den jeweiligen Autor*innen zuzuordnen. Auf diese Weise wollen wir wichtigen Aspekten des Genossenschaftswesens möglichst viel Raum geben und unterschiedliche Perspektiven aufzeigen. Wir sind uns darüber im Klaren, dass dabei einzelne Widersprüche und offene Punkte sichtbar werden. An verschiedenen Stellen haben wir thematische Exkurse verfasst, die als inhaltliche Vertiefung gedacht sind und weiter gehende Fragen aufwerfen. Wir haben dieses Vorgehen gewählt, um dem Spektrum in unserer Gruppe, aber auch jenem in den Berliner Wohnungsgenossenschaften gerecht zu werden. Am Ende der Broschüre finden sich weitere wissenschaftliche und praktische Leseempfehlungen, die diese Vielfalt aufzeigen und sie kreativ nutzbar machen.

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