Publikation Kultur / Medien - China - Corona-Krise Die China-Berichterstattung in deutschen Medien

Neue Studie untersucht über 700 Artikel im Kontext der Corona-Krise

Information

Reihe

Studien

Autor/innen

Jia Changbao, Mechthild Leutner, Xiao Minxing,

Da jede sachliche Debatte damit anfängt, Klarheit darüber zu haben, worüber man diskutiert, haben wir uns entschlossen, eine Studie über die deutsche Berichterstattung zur Corona-Krise in China zu initiieren. In der nun vorliegenden Studie wurden 747 Beiträge in sieben deutschen Printmedien von Januar bis August 2020 untersucht. Die Pandemie stellt selbstverständlich nur ein Thema der gegenwärtigen ChinaBerichterstattung dar. Doch eine derart systematisch empirische Studie lässt vielerlei Rückschlüsse auf die Gesamtsituation zu. [...] Uns ist bewusst, dass die Fragestellung politisch brisant ist und die Forschungsergebnisse auf Widerspruch und Ablehnung stoßen werden. Dennoch hoffen wir angesichts der verhärteten Fronten, mit dieser Studie Räume für konstruktive Debatten und Dialoge in Deutschland und China öffnen zu können. 

(Jan Turowski, Büroleiter der Rosa-Luxemburg-Stiftung Peking, im Vorwort)

Die Autor*innen

Jia Changbao promoviert im Fach Sinologie an der Freien Universität Berlin (FU Berlin) nach einem Studium an der Peking-Universität. Sein Forschungsgebiet ist der deutsch-chinesische Wissenschafts- und Kulturaustausch sowie die Wahrnehmung Chinas in Deutschland und Deutschlands in China. Er arbeitet außerdem als Übersetzer der Werke des Geografen Ferdinand von Richthofen für die Commercial Press (Peking).

Mechthild Leutner ist emeritierte Professorin für Sinologie an der FU Berlin. Ihr Forschungsschwerpunkt ist der politische, gesellschaftliche und ideologische Transformationsprozess Chinas seit dem 19. Jahrhundert. Sie hat zahlreiche Publikationen zur Geschichte der deutsch-chinesischen Beziehungen und zu deutschen Chinabildern veröffentlicht.

Xiao Minxing promoviert im Fach Sinologie an der FU Berlin nach einem Studium an der Peking-Universität. Sie befasst sich mit der Geschlechtergeschichte in China und mit interkulturellen Fragestellungen. Zugleich verfolgt sie intensiv die Berichterstattung über China in Deutschland und die intellektuellen Debatten in China.