Zum Hauptinhalt springen

Publikation : Energie, Klima, Kämpfe

maldekstra #19: Energiehunger und Klimakatastrophe sind eng verflochten

Wichtige Fakten

Reihe
maldekstra
Erschienen
Juni 2023
Bestellhinweis
Nur online verfügbar

Details

Jede wirkliche Energiewende bräuchte eine andere Organisierung von Produktion und Arbeit.

Energie ist eine sehr profitable Ware, Voraussetzung jeder Produktion und aller Reproduktion. Energie spielt in sozialen Kämpfen eine große Rolle. Der Zugang zu, der Ausschluss von entscheiden über Leben und Tod. Durch expansive und externalisierende Politiken, die den Energiehunger vor allem der Länder des Globalen Nordens stillen sollen, werden die Konflikte der Gegenwart verstärkt.

Die einen gehen „einkaufen“, um ihre Industrien und ihren Wachstumskurs energetisch abzusichern, die anderen werden als Lieferanten missbraucht. Hier Energiewende, dort Zerstörung natürlicher Lebensgrundlagen. Energiepolitik ist eines der großen Felder, die einen Zugriff auf Emissionsentwicklung ermöglichen. Und zugleich ein Feld großer Kämpfe der Gegenwart und Zukunft.

Gesellschaftliche Bewegungen für eine Energiewende, die den Namen verdient, Preiskämpfe und Rohstoffschlachten: Jede wirkliche Energiewende würde eine andere Organisierung von Produktion und Arbeit voraussetzen. Das aber trifft auf heftige Gegenwehr, denn es rüttelt an den Grundfesten des Kapitalismus.

Inhalt

  • Meilenweit von einer wirklichen Energiewende entfernt 
    Nadja Charaby über koloniale Muster und zu der Frage, warum linke Bewegungen zu leise sind
  • Auf dem Weg zur neofeudalen Dystopie?
    Für Lateinamerika wird eine neue Ära der Rohstoffexporte anbrechen, die Gefahr einer vertieften ungleichen Spezialisierung ist groß
  • Deutsche Interessen gehen immer vor
    Die Projekte für erneuerbare Energien lösen überall Konflikte aus, sagt Lucio Cuenca aus Chile
  • Territoriale Auswirkungen der Energiewende in Lateinamerika
    Große Unternehmen instrumentalisieren das Konzept der erneuerbaren Energie für mehr Einfluss
  • Kein Heilsversprechen, aber auch kein Teufelszeug
    Ob Wasserstoffprojekte in Afrika oder Südamerika mehr nützen als schaden, hängt auch von der Zivilgesellschaft ab
  • Weltweit die Ausnahme, nicht die Regel 
    Atomkraft ist teuer und unzuverlässig und bleibt hinter den Erneuerbaren zurück
  • Die Energiewende in Nordafrika
    Beim Übergang zu erneuerbaren Energien werden koloniale Muster reproduziert
  • Das Kritische Rohstoffgesetz der EU 
    Auf dem Papier klingt vieles gut, in Wahrheit geht es jedoch um knallharte Industrie-Interessen
  • Ein Gas-Deal im Senegal? 
    Eine deutsche Finanzierung neuer fossiler Infrastrukturen im Globalen Süden sollte es nicht geben
  • Chance oder Kalamität? 
    Elimane Haby Kane über geplante Projekte zur Öl- und Gasförderung im Senegal

Das könnte Sie auch interessieren

maldekstra

: Seite

Globale Perspektiven von links: Das Auslandsjournal „maldekstra“maldekstra ist ein…

Wirtschaft im Krieg

: maldekstra 09/2022

maldekstra #16: Widerstreitende Interessen bestimmen seit jeher die Kriegsökonomie

Konzerne und Kämpfe

: maldekstra 12/2022

maldekstra #17: Transnationale Konzerne sind mächtig, Treiber und Nutznießer der Globalisierung

Weitere Inhalte zum Thema

Den Kampf um das Völkerrecht nicht aufgeben

: Analyse 31.03.2026

Was sich von der Klimabewegung im Umgang mit internationalen Organisationen lernen lässt

Gerechte Energiewende in Senegal

: Policy Brief 05/2026

Politikwechsel statt Schuldenspirale