3. Dezember 2021 Buchvorstellung «Zusammen verbrennen wir die Angst!»

Gespräch mit Rita Segato, Eva von Redecker, Lastesis und Carolin Wiedemann

Information

Veranstaltungsort

HAU1
Stresemannstr. 29
10963 Berlin

Zeit

03.12.2021, 19:00 - 21:00 Uhr

Themenbereiche

Geschlechterverhältnisse, Cono Sur, Gesellschaftstheorie

Zugeordnete Dateien

«Wie konzipiert und entwirft man also ‹Pädagogiken wider die Grausamkeit›, die imstande sind, Sensibilität und Verbundenheit zurückzugewinnen, die sich den Zwängen der Zeit widersetzen und die vor allem alternative Wege aufzeigen?»
(Aus Rita Segato: «Wieder die Grausamkeit. Für einen feministischen und dekolonialen Weg», Mandelbaum, 2021)
 
Angesichts neoliberaler, extraktivistischer und machistischer Gewalt formieren sich seit einigen Jahren in Lateinamerika eine Vielzahl von Widerstandskämpfen. Dabei verbinden sich militante Proteste gegen kapitalistische Austerität oder Landraub mit feministischen Bewegungen gegen Femizide und sexualisierte Gewalt und betonen die politischen Zusammenhänge zwischen diesen verschiedenen Gewaltformen.
 
Die Performance des chilenischen Kollektivs Lastesis «Un violador en tu camino» – zu deutsch «Ein Vergewaltiger auf deinem Weg» ist Teil dieser Proteste. Nachdem 2019 hunderte Frauen und Queers in Chile am 25. November, dem internationalen Tag zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen, erstmals die einprägsamen Zeilen skandierten, gingen Aufnahmen davon um die Welt. In den darauffolgenden Monaten und insbesondere am 8. März griffen Aktivist*innen in dutzenden Städten auf allen Kontinenten die Choreografie auf, reinterpretierten den Text und brachten die Zustände patriarchaler Gewalt in ihren jeweils eigenen Kontexten zum Ausdruck.

Kaum bekannt ist, dass Lastesis von den Arbeiten der argentinischen Anthropologin Rita Segato inspiriert wurden, deren Texte in Lateinamerika zum feministischen Kanon zählen. Nun erscheint mit «Wider die Grausamkeit. Für einen feministischen und dekolonialen Weg» erstmals eine Übersetzung ins Deutsche von Segatos Texten und es stellt sich die Frage: Was können Kämpfe gegen patriarchale Gewalt und für eine queerfeministische Zukunft im hiesigen Kontext von Segatos Beobachtungen lernen? Was ist das Verbindende feministischer Kämpfe weltweit?

Ausgehend von Rita Segatos Buch findet eine Gesprächsrunde statt, in der die Autorin selbst, die Philosophin Eva von Redecker, das Performancekollektiv Lastesis, und die Journalistin und Soziologin Carolin Wiedemann über die Bedingungen für Allianzen des Widerstands in Lateinamerika und daraus resultierende mögliche Lehren für Europa diskutieren.

  • Mit: Rita Segato, Eva von Redecker und Lastesis. Moderation: Carolin Wiedemann.


Die Veranstaltung ist eine Kooperation zwischen HAU Hebbel am Ufer, Rosa-Luxemburg-Stiftung und Mandelbaum Verlag. 

Tickets

Tickets ab 13 Euro auf der Webseite des HAU Hebbel am Ufer

Eine Leseprobe von «Wieder die Grausamkeit. Für einen feministischen und dekolonialen Weg» finden Sie hier auf der Seite der Rosa-Luxemburg-Stiftung.

Das Buch kann auf der Seite des Mandelbaumverlags bestellt werden.

Ihr Ticket ist nur in Verbindung mit einem personalisierten tagesaktuellen negativen Covid-19-Testergebnis eines offiziellen Test-Zentrums gültig (Selbsttests nicht zugelassen) bzw. für vollständig geimpfte oder genesene Personen mit Bescheinigung. Der Nachweis und ein Ausweisdokument müssen beim Einlass vorgezeigt werden.

Standort

Kontakt

Jana Flörchinger