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8. Juni 2017: Diskussion/Vortrag : Tausende von Unterschriften später

Im Kampf um akademische Freiheit, alternative Lehrformen und Lernorte in der Türkei

Wichtige Fakten

Veranstaltungsort

Rosa-Luxemburg-Stiftung
Salon
Franz-Mehring-Platz 1
10243 Berlin

Zeit
08.06.2017, 19:00 - 21:00 Uhr
Themenbereiche
Soziale Bewegungen / Organisierung, Europa, Westasien im Fokus

Beschreibung

Tausende von Unterschriften später

Im Januar 2016 unterschrieben 1.128 AkademikerInnen in der Türkei sowie 356 internationale WissenschaftlerInnen eine Friedenspetition mit dem Titel «Wir werden nicht Teil dieses Verbrechens sein». Unterstützt von hunderten weiteren UnterzeichnerInnen aus dem In- und Ausland, forderten sie darin den türkischen Staat dazu auf, den Militäreinsätzen in den kurdischen Gebieten der Türkei und den damit verbundenen Menschenrechtverletzungen ein Ende zu setzen. Es folgte eine Welle der Repression gegen AkademikerInnen, die seit dem Putschversuch vom 15. Juli 2016 immer weitere Kreise zieht: Per Notstandsdekret wurden seitdem neben zehntausend anderen Staatsbediensteten auch immer mehr WissenschaftlerInnen entlassen. Sie sehen sich dem bis zur Anklage reichenden Vorwurf der Terrorismuspropaganda gegenüberstehen.

Hunderte von Entlassungen und zahlreiche Fluchterfahrungen von WissenschaftlerInnen später, möchte die Rosa-Luxemburg-Stiftung einen Blick auf den anhaltenden Kampf um akademische Freiheit in der Türkei werfen. Wo ist unabhängige und kritische Wissenschaft unter diesen Bedingungen noch möglich? Wie kann diese den wachsenden Autoritarismus in der Türkei in die Schranken weisen? Im Gespräch mit zwei WissenschaftlerInnen lädt die Veranstaltung dazu ein, Formen des Widerstandes und der Solidarität, alternative Lernformen und Lehrorte näher zu beleuchten.

Gäste:

  • Tuba İnal-Çekiç, Academics for Peace Germany
  • Muzaffer Kaya, Stipendiat der Rosa-Luxemburg-Stiftung 
  • Moderation: Urszula Woźniak, Sozialwissenschaftlerin

Eine Veranstaltung in der Salongesprächsreihe Bu daha bașlangiç – Das ist erst der Anfang!

Die Veranstaltung findet in deutscher und türkischer Sprache statt. // Etkinlik dili Türkçe ve Almanca olacaktır.

Standort

Kontakt

Philip Degenhardt

Zweiter stellv. Geschäftsführer / Bereichsleiter des Zentrums für internationalen Dialog und Zusammenarbeit, Rosa-Luxemburg-Stiftung

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