15. Juni 2022 Diskussion/Vortrag Von Neukölln bis Hanau

Shisha-Bars im Visier

Information

Veranstaltungsort

Sharehouse Refugio
Lenaustraße 3-4
12047 Berlin

Zeit

15.06.2022, 19:30 - 21:30 Uhr

Themenbereiche

Neonazismus / Rassismus

Zugeordnete Dateien

Shisha-Bars, Barber Shops, Kiosks, Cafés und andere Läden, die mit Migration assoziiert werden, stehen seit einigen Jahren im Fokus von Polizei und anderen Behörden. In Berlin, NRW und anderswo werden sie regelmäßig kontrolliert, oft flankiert von sensationalistischer Medienberichterstattung über sogenannte Clankriminalität. Das ist politisch gewollt. Während die Ergebnisse dieses Vorgehens meist dürftig sind, werden (post-)migrantische Orte als potenziell gefährlich markiert und Gewerbetreibende und ihre Gäste kriminalisiert. Als 2020 die Hetze gegen Shisha-Bars in Politik und Medien bundesweit ihr Echo fand, ermordete der rechtsextreme Täter von Hanau gezielt auch an diesen Orten neun Menschen. Dennoch gehen die Kontrollen und auch die reißerische Berichterstattung bis heute fast unverändert weiter.

Auf der Veranstaltung wollen wir mit Etris Hashemi, Felix Rauls, Sarah Nagel und Mohamed Chahrour über diesen strukturell-rassistischen Zusammenhang sprechen. Die Diskussion wird moderiert von Amina Aziz.

Eine Veranstaltung des Young Migrants Blog der Rosa-Luxemburg-Stiftung.

Mehr zum Hintergrund:
Neuköllner Null-Toleranz und sozialräumlicher Rassismus:
Wie mit der Debatte um die «Clankriminalität» (Verdrängungs)-Politik gemacht wird.

Standort

Kontakt

Dr. Massimo Perinelli

Referent für Migration, Rosa-Luxemburg-Stiftung

Telefon: +49 30 44310471