27. Juni 2022 Ausstellung/Kultur Rotes Licht

Jugoslawische Partisanenfotografie. Bilder einer sozialen Bewegung, 1941-1945

Information

Veranstaltungsort

Rosa-Luxemburg-Stiftung
Foyer
Franz-Mehring-Platz 1
10243 Berlin

Zeit

27.06.2022, 19:00 - 31.07.2022, 22:00 Uhr

Themenbereiche

Deutsche / Europäische Geschichte, Erinnerungspolitik / Antifaschismus, Südosteuropa

Zugeordnete Dateien

Rotes Licht

Ausstellung mit Fotografien aus dem gleichnamigen Buch von Davor Konjikušić

In Zeiten des Krieges bekommen Fotografien plötzlich eine starke Rolle. Sie sind Dokumentation und Propaganda zugleich. Sie werden benutzt, um ganz unterschiedliche Ziele zu erreichen. Zu informieren, zu beeinflussen, zu überzeugen, zu verfälschen, die Liste ließe sich erweitern.

Fotografie spielt in politischen Konflikten und Revolutionen, einschließlich der jugoslawischen Partisanenbewegung, eine zentrale und bedeutende Rolle, so der Autor. Wir müssen uns von der Annahme ihre Unvoreingenommenheit lösen, denn es ist auch der Fotografie geschuldet, dass politische Konflikte gegenwärtig mehr denn je auf repräsentativer Ebene stattfinden.
Die Fotografien der jugoslawischen Partisanen und Partisaninnen machen aber Mut. Denn sie zeigen die Geschichte einer Bewegung, der es gelungen ist, unter widrigsten Umständen ein neues System aufzubauen. Sie dokumentieren ihre Kämpfe und Widersprüche. Diese Fotografien erzählen die Geschichte eines siegreichen Kampfes gegen einen übermächtigen Gegner und des Erreichens von Idealen wie Bratstvo i jedinstvo ‒ Brüderlichkeit und Einheit - einer zentralen Losung des jugoslawischen Partisanenkampfes.

Die zentrale Stellung, die Fotografien heutzutage in politischen und sozialen Konflikten einnehmen, wirft die Frage nach ihrem Potential auf, die öffentliche Meinung zu verändern, neue Bereiche für den gesellschaftlichen Diskurs zu öffnen und globale Solidarität zu fördern. Im Grenzbereich von Kunst, Propaganda und Zeitzeugnis nahmen sie bei den jugoslawischen Partisanen verschiedene Rollen ein, und waren bei weitem nicht monofunktional – ihre Relevanz als politisches Massenmedium hat sich mit dem technologischen Fortschritt nur verstärkt.

  • Die Eröffnung der Ausstellung findet am Montag, dem 27. Juni, um 19.00 im Foyer am Franz-Mehring-Platz 1, 10243 Berlin statt und ist danach den ganzen Juli zu besichtigen. Ein Begleitprogramm ist in Vorbereitung. Es gibt eine kurze Einführung durch Anika Taschke (Referentin Neonazismus und Strukturen / Ideologien der Ungleichwertigkeit) und Krunoslav Stojaković (Büroleiter Büro Belgrad).

Rotes Licht der jugoslawischen Partisanenfotografie Davor Konjikušić stellt das Projekt vor. 

Die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Schutzmaske beim Betreten des Gebäudes ist derzeit aufgehoben. Eine 3G-Nachweispflicht entfällt. Die Rosa-Luxemburg-Stiftung empfiehlt dennoch ihren Gästen das Tragen einer Maske, um sich und anderen einen sicheren Besuch der öffentlichen Veranstaltungen zu ermöglichen.

Informationen zur Barrierefreiheit von Veranstaltungen: www.rosalux.de/barrierefreiheit

Standort

Kontakt

Dorit Riethmüller

Referentin / Projektmanagerin Südosteuropa, Rosa-Luxemburg-Stiftung

Telefon: +49 30 44310414