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Nachricht , : Beziehungsweise Klasse

Queere Perspektiven auf prekäres Leben und Solidarität. Veranstaltungsreihe in Berlin, 13. März bis 19. Juni.

Details

Olena Yepifanova, istock.

Um Klasse geht es in queeren communities viel zu selten. Dabei spielen Klassenunterschiede auch hier eine Rolle. Manche LGBTTIQ sind Gutverdiener_innen und Erb_innen, gar reich. Andere kommen dagegen gerade so über die Runden.

Manche werden durch steigende Mieten verdrängt oder haben wenige Chancen, überhaupt eine bezahlbare Wohnung zu finden. Wenn sich nichts ändert, droht Allen Altersarmut, die nicht privat vorsorgen können. Das queere Prekariat existiert, auch in Berlin. Aber es hat ganz unterschiedliche Gesichter und Stimmen: Schlecht bezahlte Jobs, Diskriminierung auf dem Arbeitsmarkt, rassistische, sexistische, homo- und transfeindliche Gewalt, steigende Mieten, eingeschränkter Zugang zu Gesundheitsversorgung, Pflege und Assistenz.

Wir wollen darüber sprechen, wie Klasse mit anderen Herrschaftsverhältnissen zusammenwirkt. In den Blick müssen dabei auch Widersprüche (und Klassengegensätze) innerhalb queerer Bewegungen geraten. Gemeinsam über Klasse zu sprechen erscheint ebenso problematisch wie dringlich. Denn unterschiedliche Betroffenheiten von Gewalt-, Ausbeutungs- und Machtverhältnissen werden oft ausgeklammert, wenn von Klasse oder gar Klassenkampf die Rede ist.

Zugleich gehören die weltweiten Aufschwünge rechtspopulistischer, rassistischer, antifeministischer und transfeindlicher Bewegungen zu einer zunehmend autoritären Entwicklung des Kapitalismus. Sich politisch beistehen, organisieren und solidarisch Widerstand leisten über unterschiedliche Grenzen und Machtverhältnisse hinweg – das ist notwendiger denn je. Gemeinsam wollen wir (potenzielle) Schauplätze von queeren/Klassenkämpfen und Möglichkeiten für neue politische Allianzen ausloten. Wie sehen queer-feministische Utopien aus, die unsere Fantasie und Kämpfe beflügeln können? Was ist nötig für tragfähige Bündnisse?

Ohne queerfeministische Klassenkämpfe werden wir „die ganze Scheiße“ (Marx) nicht los!

Veranstaltungsreihe in Berlin

Vorbereitungsteam: Atlanta Ina Beyer, Lia Becker, Katharina Pühl

Kontakt

Rolle Persondetails
Referentin für feministische Gesellschafts- und Kapitalismusanalyse und sozialistische Transformationsforschung Katharina Pühl
E-Mail: katharina.puehl@rosalux.org
Telefon: +49 30 44310472

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